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Aktualisiert vor 26 Minuten.

Bootsunfall von Barßel
Verteidigung legt Berufung gegen Urteil ein

Ick köm mien Ziel neeger. Vör mi leeg dat grote, brune Mauer mit siene Heiden, mit Wullgress, Barkenböme un Waoterpäule still as eine verwunschene Landschup in dei lesden Straohlen van dei Aobendsünne. Siet’n poor Daoge was dei Harvste äöwer’t Land trucken. Hei har dei Stille mitbrocht und äöwer dat wiede Mauer leggt. Un disse Stille, gebor’n in eine unheimlicke un trostlose Landschup, äöwerdrög sick uck up mi.

Vör mi stünd eine Plaggenhütten, baut ut Wittörf un Sandplaggen, verwassen mit dat brune Mauer. Moss un Heide wasseden up dat Dack, dat bit up dei Eern recken dö. Verfall’n sehg dei Hütt’n ut; Wind un Weer harn sei immer dichder an ’ne Eern drücket. Kneihoget Heidekrut un Barkenstrücker stünnen rundümtau.

Dei leerge Butendörn stünd aopen. Lorde sei mi in, rintaukieken? Ick güng dei poor Träge van den Weg af un keek in dei Behuusung, dei mi as ein Relikt ut langer Vörtiet vörkaomen dö. Eine faohle Düsterkeit schlög mi taumöte; dat rök nao Rook un Mauer. Up eine klobige Bank seet ein oldet Fraumenske.

„Gauen Dag!“ schnackede ick dat Fraumenske an un keek mi neischierig üme. „Kumm rin!“ klüng dat trügge. Dat was aober nich dat Fraumenske, dat dei Antwort gäwen dö; et was eine deipe Kerlsstimme, dei achtern ut dei Hütt’n ut eine düstere Ecke nao mi räöwerklingen dö.

Ick trück den Kopp in un stünd in einen Ruum, worin tau Waohnen ick mi nich vörstellen kunn. Dör ein lüttket Fenster mit greunlicke Schieven füllen gäle Sünnenstraohlen. Beide Farven verlösen ehr Gesicht un brochden all daogesaower dei Mauerstimmung in den lüttken Ruum. Griesblauer Rook steeg ut eine olde Kaokmaschine up, dei forts achter dei Dörn stünd, un söchde sick dör dei Huusdörn den Weg nao buten.

Dat Dack un dei lergen Wände an ’ne Sieten scheenen weer up den besten Wege tau wäsen, tau dat trügge tau gaohn, van dat sei einmaol naomen wudden wassen.

„So“, füng ick an tau schnacken, „ji waohnt noch in eine Plaggenhütten.“

„As use Junge sick ein Huus ut Steine bauet har un bi us uttrecken dö, schullen wi mit. Aober mien Kerl was eigensinnig. Hei wull hier nich weg. Ick bün dann bi üm bläven“, sä dat olde Menske. Dei Kerl settde sick kägen sien Menske up dei Bank. Lange was et stille.

„Dat is villichde nich vernünftig wäsen, aober richtig was et doch“, antworde dei Kerl dann mit siene deip’n Stimme, dei nao Rook un Eern klingen dö. „Hier in disse Plaggenhütten bün ick geborn, hier hebbe ick dei mojeste Tiet van mien Lävens verbrocht. Dat unendlicke, wilde un stille Mauer heff mi so väle gäven; heff mi Geschichten vertellt un Geheimnisse verraot as nicheinen anners, un mi mit siene Irrlechter Wege wieset, dei nicheine anners seihn heff. Jüst so as dei Plaggenhütten mit dat Mauer verwassen is, so sünd uck wi beide mit dat Mauer verwassen.“

Dei olde Kerl keek bi dei välen Wör ut dei aopen Huusdörn nao buten äöwer dat wiede Mauer, dat in dei weiken Straohlen van dei Aobendsünne ehre Harvstfarven wiesen dö. Un dat sehg ut, as wenn hei nich mit mi schnacken dö, as wenn dei Wör ein Dank an dat Mauer wäsen schullen.

Dat Fraumenske straokede mit ehre knaokige Hand äöwer dat Knei van ehren Kerl; eine Traon’n füllt ehr up’n Schoot. „Un wi willt hier uck starven!“, sä dat Fraumenske, as sei mi buten vör dei Dörn Wiedersehn seggen dö.

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