Budapest (dpa) - Nach zwei enttäuschenden Olympischen Spielen erwartet Britta Steffen auch in Tokio 2020 noch keine Medaille eines deutschen Beckenschwimmers.

"Ich vermute, dass das noch ein bisschen dauern wird. So ein Erfolg stellt sich nicht von heute auf morgen ein. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Richtung 2024 vielleicht wieder was drin ist", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben auf jeden Fall Talente. Wir sind nicht schlechter als andere." In London (2012) und in Rio (2016) waren die deutschen Beckenschwimmer ohne Edelmetall geblieben.

Knapp ein Jahr nach den Spielen in Brasilien sind die Schwimmer bei den Weltmeisterschaften gefordert. Der Saisonhöhepunkt findet vom 14. bis zum 30. Juli in Budapest statt.

Steffen beendete vor vier Jahren ihre Karriere, in der die beiden Goldmedaillen von Peking und der Doppelsieg bei der WM 2009 in Rom die Höhepunkte waren. Ihre WM-Bronzemedaille im Jahr 2011 mit der Staffel ist weiterhin die letzte deutsche Frauen-Medaille auf der Langbahn, ihre letzte Einzelmedaille liegt noch zwei Jahre länger zurück.

Die 33-Jährige und ihr Freund werden in zwei Monaten Eltern ihres ersten Sohnes. "Der Leistungssport fehlt mir gar nicht. Das Gefühl, das ich gerade erlebe, ist eine größere Herausforderung für mich als ein großer Wettkampf. Der Körper macht so viele Veränderungen durch, ohne dass du von außen einwirkst. Das ist ein absolutes Novum für mich", sagte Steffen. "Ich freue mich aber auch, in ein paar Monaten wieder mehr Sport zu treiben, den Körper wieder in die alte Form zu bringen."

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