Jerusalem (dpa) - Der deutsche Radprofi Christian Knees hat den Start des unter Doping-Verdacht stehenden Chris Froome beim Giro d'Italia in Jerusalem verteidigt.

"Er ist nicht schuldig, warum sollte er hier nicht starten?", sagte Knees der Deutschen Presse-Agentur in Jerusalem. Knees fährt wie Froome für das britische Team Sky. Der 101. Giro d'Italia startet am 4. Mai mit einem 9,7 Kilometer langen Prolog in Jerusalem.

Froome hatte noch am Vortag seine Unschuld in der seit fast acht Monaten ungeklärten Affäre um seine erhöhten Salbutamol-Werte beteuert. "Ich weiß, dass ich nichts verkehrt gemacht habe. Es gibt keinen Grund, warum ich hier nicht fahren sollte", sagte der viermalige Tour-de-France-Gewinner. Der 32 Jahre alte Kapitän des Sky-Teams war im September 2017 bei der Vuelta mit 100 Prozent über dem erlaubten Wert des Asthmamittels getestet worden. Ihm droht eine Sperre.

Andere Radsportler kritisierten den Start von Froome. "Es wirft ein extrem schlechtes Bild auf den Radsport", sagte der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin der Deutschen Presse-Agentur. Er ist der prominenteste der fünf deutschen Teilnehmer.

Von außen betrachtet könne er die Kritik der anderen Teams schon nachvollziehen, sagte Knees. Allerdings fuße diese auch auf der Berichterstattung in der Presse. "Die Presse hält sich meiner Meinung nach nicht wirklich an die Fakten", sagte Knees. "Es ist nicht fair, wie sie ihn beurteilen."

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