Noirmoutier (dpa) - Der deutsche Teammanager Ralph Denk hat das Ende der Ermittlungen gegen Radstar Christopher Froome und auch den Freispruch positiv bewertet.

"Ich bin froh, dass es kein Dopingfall ist", sagte der Chef des Rennstalls Bora-hansgrohe der Münchner "TZ" am Donnerstag. "Positiv in dem Sinne, dass er fahren darf und wir uns auf den Sport konzentrieren können." Bei der am Samstag beginnenden Tour de France will der Brite Froome seinen fünften Triumph feiern und damit den Siegrekord egalisieren.

Denk meinte, er müsse dem Urteil des Weltverbands UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vertrauen. Die beiden Institutionen hatten nach neunmonatigen Prüfungen beschlossen, dass ein bei Froome nachgewiesener erhöhter Salbutamol-Wert nicht als Doping zu werten sei. Die UCI habe natürlich Interesse daran, den prominentesten Fahrer vor dem wichtigsten Rennen des Jahres nicht zu sperren, sagte Denk. "Aber die WADA geht den Freispruch mit und somit ist die Sache für mich vom Tisch."

Zugleich forderte der Teammanager eine Überarbeitung der Regeln, damit so ein Fall nicht wieder auftritt. "Das sind alles Lücken und Grauzonen im Reglement - und die müssen genauer definiert werden! Es gibt doch eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Ein Fahrer ist positiv und darf nicht mehr mitmachen oder er ist negativ und darf starten", fand Denk. "Da muss die WADA nochmal ran und ihre Hausaufgaben machen." Er meint auch, dass seine Fahrer um Weltmeister Peter Sagan von dem Thema bei der Frankreich-Rundfahrt nicht abgelenkt werden.

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