Budapest (dpa) - Diese Schwimm-WM kann sich Weltrekordler Paul Biedermann ziemlich locker anschauen.

Ich bin ganz entspannt, aber ich muss zugeben: Als die WM näher rückte, hatte ich hin und wieder beim Aufwachen das Gefühl, ich müsse mich jetzt vorbereiten, ich müsse etwas tun", sagte der 30-Jährige in einem Interview der "Welt". Biedermann hatte nach den Olympischen Spielen 2016 seine Karriere beendet: "Ich freue mich aber auf die Wettkämpfe in Budapest und werde sie von zu Hause aus verfolgen.

Wie 2013, als er frühzeitig und aufgrund diverser Krankheiten und dadurch bedingter Trainingspausen seine Teilnahme in Barcelona abgesagt hatte, ist Biedermann Zuschauer. "Aber dieses Kribbeln und diese Aufregung, wenn ein Großereignis wie eine Weltmeisterschaft ansteht, sind irgendwie geblieben. Auch wenn ich selbst natürlich keine Wettkämpfe mehr mache und nur sehr wenig schwimme", sagte der Doppel-Weltmeister von 2009, der noch zweimal die Woche schwimmt.

Schwimmen wird mir nie egal sein. Ich hänge weiter an diesem Sport, das ändert sich nicht plötzlich, nur weil ich zurückgetreten bin", sagte Biedermann und verriet Zukunftspläne. "Zum Wintersemester werde ich jetzt anfangen, an der Fern-Universität in Nürnberg Sportwissenschaften zu studieren. Nebenbei werde ich in der Firma meines Vaters mitarbeiten, der Sportprojekte betreut.

Biedermann ist neugierig, wie sich die deutschen Beckenschwimmer von Sonntag an in Budapest schlagen. "Da bin ich wirklich gespannt, wie sich unsere Leute schlagen werden. Alle, die die harten WM-Normen des DSV geschafft haben, sollten gute Chancen auf das Finale haben. Philip Heintz und Franziska Hentke gehen sogar als Weltjahresbeste in ihre Rennen", sagte Biedermann.

Seine langjährige Lebensgefährtin Britta Steffen findet es "schwierig", den Leistungsstand vor der WM abzuschätzen. "Hut ab, was Philip Heintz über 200 Meter Lagen geleistet hat. Auch Franzi Hentke und Marco Koch als Weltmeister traue ich viel zu. Das sind gestandene Leute. Ich drücke ihnen fest die Daumen", sagte Steffen der Deutschen Presse-Agentur. In Rio waren die deutschen Beckenschwimmer ohne Medaille geblieben. Bei der WM in Kasan 2015 hatte es einmal Gold und zweimal Bronze gegeben.

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