Louisville Für Muhammad Ali gab es im Leben keine ideologischen, politischen oder religiösen Grenzen, und das wird auch nach seinem Tod so bleiben: Davon ist zumindest Gene Kilroy, einst Alis Manager und bei der Beerdigung auf dem Cave Hill Cemetery einer der Sargträger, fest überzeugt. „Ich bin sicher, wenn er dort oben den heiligen Petrus trifft, wird der gleich sein Handy aus der Tasche holen und ein paar Selfies machen“, sagte Kilroy.

Dass Ali als bekennender Moslem dem heiligen Petrus eigentlich gar nicht begegnen kann – egal. Der Mann, den seine Heimatgemeinde am Freitag mit viel Pomp und Promis zu Grabe getragen hat, stand für Inklusion in allen Bereichen des Lebens. „Er hat sich für die ganze Menschheit eingesetzt. Er war für alle offen, er war ein großer Freund der Menschen“, sagte der frühere US-Präsident Bill Clinton im Yum Center.

Das wurde auch beim Janazah deutlich, dem muslimischen Trauerritual, das am Donnerstag in der Freedom Hall von Louisville stattgefunden hatte: Gläubige aller Religionen versammelten sich dort, um vom Größten Abschied zu nehmen.

Während der gut dreistündigen Feier am späten Freitagnachmittag in Louisville lauschte IOC-Präsident Thomas Bach als Gast in der ersten Reihe den Rednern. Alis Witwe Lonnie tupfte sich bei Cintons Rede immer wieder mit einem Taschentuch die Tränen aus dem Gesicht, und Alis älteste Tochter Maryam trug ein Gedicht mit dem Titel „Danke, lieber Vater“ vor.

Das Publikum stimmte zwischen den Reden immer wieder „Ali, Ali“-Sprechchöre an. Geschätzt 300 Prominente waren mit 15 000 Besuchern in die Halle am Ufer des Ohio River gekommen, darunter frühere Box-Größen wie Larry Holmes, Mike Tyson, Evander Holyfield und Lennox Lewis, die allesamt zu den Sargträgern gehörten.

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