OLDENBURG Die Wilhelmshavener waren mit nur sieben Feldspielern angereist. Magdeburg erspielte sich routiniert den Sieg.

Von Thorsten Langenbahn OLDENBURG - Es dauerte bis zur 45. Minute, ehe die rund 1200 Zuschauer gestern Abend die Angriffsbemühungen des Wilhelmshavener HV mit Applaus unterstützten. Doch da hatte die Kraft des Handball-Bundesligisten im Freundschaftsspiel gegen den SC Magdeburg bereits stark nachgelassen. Nach 60 Minuten dokumentierte die Anzeigetafel in der Oldenburger EWE-Arena im verspäteten Ablösespiel für den vor zwei Jahren von der Jade zum ostdeutschen Traditionsverein gewechselten Torhüter Johannes Bitter einen 34:27 (15:15)-Sieg für Magdeburg.

„Die Magdeburger verfügen einfach über die besseren Einzelspieler“, sagte WHV-Trainer Michael Biegler nach der Partie. Allerdings war es nicht allein die unterschiedliche Qualität, die am Ende ausschlaggebend für den Sieben-Tore-Unterschied war. Vielmehr konnte der WHV aufgrund großer Verletzungssorgen nur mit sieben Feldspielern und drei Torleuten anreisen.

Das Bild auf der Magdeburger Reservebank sah schon besser aus: Auf einen Torwart kamen drei Feldspieler. „Der WHV musste einfach zu viele Verletzte kompensieren“, gestand auch SCM-Superstar Stefan Kretzschmar ein. Gleichzeitig lobte er den Gegner: „Wilhelmshaven hat zu Beginn mächtig Gas gegeben.“

Nach sieben Minuten führte der WHV 5:1, zeigte sich in der Vorwärtsbewegung gefällig. Die Magdeburger fanden dagegen schwer ins Spiel. Der Ausgleich gelang erstmals fünf Minuten vor der Pause (13:13). „Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu wenig bewegt“, war SCM-Coach Alfred Gislason nicht ganz zufrieden.

Nach dem Seitenwechsel behielt sein Team aber deutlich die Oberhand. Die Magdeburger standen stabil in der Deckung und waren treffsicher im Angriff. Und Johannes Bitter, der das Spiel überhaupt erst möglich gemacht hatte, gefiel vor allem die neue Arena: „Ein schönes Ding – und eine echt coole Heimspielstätte für die VfL-Frauen.“ Zudem sei die Publikumsresonanz trotz des parallel stattfindenden Werder-Spiels „sehr ordentlich“.

Magdeburg: Bitter, Hübe – Bielecki (8), Kretzschmar (6), Abati (6/3), Vugrinec (5), Sprenger (4), Tkaczyk (3), Sigurdsson (2), Stiebler, Liesche.

Wilhelmshaven: Kehle, Weiner – Behrends (8), Fegter (6), Liniger (5), Ljubanovic (3), Bedzikowski (3), Gylfason (2), Staszewski.

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