Westerstede Der Traum ist in Erfüllung gegangen: Als Antje Schöniger und Schoensgreen Quebec das letzte Hindernis erfolgreich genommen hatten, kannte der Jubel im deutschen Lager keine Grenzen mehr. Bei der Europameisterschaft der ländlichen Vielseitigkeitsreiter in Westerstede (Landkreis Ammerland) holten sich die deutschen Buschreiter die Titel in der Einzel- und der Mannschaftswertung.

Nach ihrem Ritt ohne Fehler durch den Springparcours reckte Schöniger die Siegerfaust in die Luft und ließ sich feiern. „Mein großes Ziel war im Vorfeld eine Mannschaftsmedaille. Umso mehr freue ich mich natürlich jetzt, dass es sogar Doppel-Gold geworden ist“, freute sich die neue Doppel-Europameisterin vom RFV Lengenfeld aus Sachsen.

Nachdem Schöniger bereits am Samstag ohne Fehler im anspruchsvollen Geländeparcours geblieben war, krönte sie nun ihre starke Leistung. „Als ich Samstag mit der Führung aus dem Gelände gekommen bin, habe ich schon ein bisschen auf den Sieg gehofft. Nach einer unruhigen Nacht haben wir uns heute konzentriert und die Atmosphäre hier einfach genossen“, sagte die Siegerin freudestrahlend.

Platz zwei sicherte sich der Belgier Bart Hermans auf Gorki van de Pertjeshoeve, Dritte wurde die Österreicherin Lea Siegl auf Fighting Line. Ein Indiz für die starke Mannschaftsleistung der deutschen Auswahl war, dass sich gleich drei Starterinnen in den Top Ten platzieren konnten.

Nach der Siegerehrung in der Einzelwertung durfte Schöniger sich auch noch einmal mit dem deutschen Team feiern. Gemeinsam mit Melina Rytir, Katharina Schedel, Aline Stahn, Fritz Ludwig Lübbeke und Heike Jahncke vom Reitverein Ganderkesee nahm sie die Goldmedaille aus den Händen von Uwe Meyer, dem Vereinsvorsitzenden des Ammerländer Reitclubs, entgegen. „Der Zusammenhalt hat uns durch den Wettbewerb getragen“, lobte Nationaltrainer Roland Harting das Team. Offensichtlich hatten Harting und sein Trainerkollege Roger Böckmann die perfekte Mischung gefunden.

Und die Worte des Trainers sollten sich bewahrheiten. Ganz war die Entscheidung nach dem Geländeritt am Samstag zwar noch nicht gefallen. Dort baute die deutsche Auswahl ihre Führung vor Großbritannien aber vorentscheidend auf 20 Punkte aus. „Mit diesem Vorsprung konnten wir schon etwas entspannter ins Springen gehen. So eine Führung hilft da natürlich. Es ist einfach ein tolles Gefühl, beide Titel mitzunehmen“, freute sich Harting.

Am Ende siegten die Gastgeber auf dem Gelände des Ammerländer Reitclubs mit 147,2 Minuspunkten vor Großbritannien (169,90) und Österreich (186,4). Groß gefeiert wird im deutschen Lager aber wohl nicht mehr. „Den ein oder anderen Sekt gibt es noch. Aber wir haben alle noch eine weite Heimreise. Das ist aber nicht schlimm. Wir haben seit Mittwoch Tag für Tag schon ein wenig vorgefeiert“, scherzte Harting.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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