Bremen Nachdem die Torhüter beider Seiten wie immer schon einige Minuten auf dem Platz verbracht hatten, war Wout Weghorst beim Aufwärmen der allererste Feldspieler auf dem Platz. Der Star-Stürmer des VfL Wolfsburg, der beim spektakulären 5:3-Heimsieg im Hinspiel zwei Treffer erzielt hatte, konnte es wohl kaum abwarten, auch dem zweiten Duell mit Werder Bremen in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga seinen Stempel aufzudrücken. Und das tat er an diesem Samstag. Der zuvor in dieser Spielzeit schon 16-mal erfolgreiche Angreifer legte im Weserstadion einen Treffer nach und setzte mit den erfolgshungrigen „Wölfen“ (jetzt 51 Punkte, 3. Platz) durch ein 2:1 (2:1) den Weg in die Champions League fort. Die Bremer liegen mit ihren 30 Zählern weiterhin auf Rang zwölf.

Standard-Stärke

Schon nach nur knapp acht Minuten sorgten die Bremer selbst für das erste Gegentor und machten dabei ihren Trainer doppelt nachdenklich. Nachdrücklich hatte Florian Kohfeldt unter der Woche vor der Standardstärke der robusten Wolfsburger gewarnt. Milot Rashica genehmigte den Gästen durch ein Foul an der rechten Außenseite einen Freistoß, den Maximilian Arnold mit Schnitt zum Tor in den Strafraum brachte. Dort streichelte Maxence Lacroix den Ball mit seinem Kopf, ehe das Spielgerät per Bogenlampe vom Kopf von Werder-Stürmer Joshua Sargent über Keeper Jiri Pavlenka ins Tor der Gastgeber prallte.

Defensiv-Schwäche

Ein frühes Gegentor war natürlich das, was die Bremer unbedingt vermeiden wollten. Werder wackelte aber gleich mehrfach bei Freistößen und Ecken. Zudem hätte Weghorst nach einer starken Kombination aus spitzem Winkel das 2:0 machen können (29. Minute). Auf der anderen Seite kam Werder in der ersten Halbzeit erst spät zum ersten nennenswerten Abschluss. Den Schuss von Sargent konnte der ehemalige Bremer Keeper Koen Casteels im Wolfsburger Kasten zwar erst im Nachfassen, aber dennoch sicher parieren (40.).

Pressing-Stärke

Kurz vor der Pause spielten die „Wölfe“ eine ihrer besonderen Qualitäten aus. Bei einem ungenauen Zuspiel von Werder-Kapitän Theodor Gebre Selassie wurde Kevin Möhwald von Xaver Schlager effektiv unter Druck gesetzt. Vom Schienbein des Österreichers prallte der Ball genau in den Lauf von Weghorst, der sich die Chance nicht nehmen ließ und mit seinem 17. Saisontreffer das 2:0 erzielte (42.). Noch vor der Pause sorgte Werder aber wieder für mehr Spannung. Nach einem Freistoß von Ludwig Augustinsson machten Gebre Selassie und Möhwald ihre Fehler wieder gut. Der Mannschaftsführer setzte sich in einem hakeligen Zweikampf gegen Lacroix durch, ehe Möhwald den Ball zum 1:2 im Tor versenkte (45.).

Offensiv-Schwäche

Nach der Pause brachte Kohfeldt schnell in Niclas Füllkrug (jetzt mit Sargent und Möhwald bester Bremer Schütze in dieser Bundesliga Saison – alle fünf Treffer) und Leonardo Bittencourt für Sargent und Romano Schmid zwei frische Kräfte für die Abteilung Attacke. Die Gastgeber agierten offensiv aber weiterhin zu ungenau und uneffektiv, um die starke Defensive der Wolfsburger (bislang 13 Spiele ohne Gegentor) in Gefahr zu bringen. Auf der anderen Seite hätten unter anderem Weghorst und Kevin Mbabu bei einer Doppel-Chance früh für klare Verhältnisse sorgen können (62.). Insgesamt agierten die Bremer einmal mehr in dieser Saison offensiv zu harmlos, um den Tabellendritten richtig zum Stolpern zu bringen.

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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