OLDENBURG Ja nicht zu viel zeigen oder gar etwas verraten – die Super-Mittelgewichtsboxer Mikkel Kessler und Danilo Häußler haben sich am Dienstag beim Training in einem Oldenburger Autohaus sehr zurückhaltend präsentiert. Nur wenige Minuten lang hielt sich Kessler im Ring auf – als er seine Muskeln und Tätowierungen zeigte, ging dann aber doch ein Raunen durch die Reihen.

Die Rollen sind vor dem Duell am Sonnabend in der Oldenburger Weser-Ems-Halle (Beginn des Kampfabends 18.15 Uhr, ARD überträgt ab 22.10 Uhr) derweil klar verteilt: Der 29-jährige Kessler – Weltmeister des Verbandes WBA – geht als haushoher Favorit in das Duell gegen den vier Jahre älteren Herausforderer aus Frankfurt/Oder. „Ich habe meine Form seit dem letzten Kampf im Juni konservieren können“, sagte der Däne.

Damals hatte er den Deutsch-Russen Dimitri Sartison besiegt und so den vakanten Titel der WBA gewonnen. Diesen hatte er im November 2007 an den Briten Joe Calzaghe verloren. Dieser wiederum hatte den Gürtel kurze Zeit später niedergelegt, da er der Forderung nach einer Pflichtverteidigung nicht nachkommen konnte.

Häußler bezeichnete die Auseinandersetzung mit dem schlagstarken Skandinavier als „den größten Kampf meiner elfeinhalbjährigen Profikarriere“. Daran, dass er Kessler k.o. schlägt, mag er wohl selber kaum glauben. „Wenn der Kampf über zwölf Runden geht und nach Punkten entschieden wird, habe ich eine Chance“, sagte der Schützling von Trainer Manfred Wolke.

Kessler bereitete sich zunächst in seiner Wahlheimat Monaco auf den Kampf vor, ehe es für die Schlussphase des Trainings nach Dänemark ging. Häußler schuftete in Frankfurt/Oder, um fit für seinen ersten WM-Kampf zu sein. Mit Dänen machte Häußler bisher schlechte Erfahrungen. Sowohl gegen Mads Larsen (2003) als auch gegen Rudy Markussen (2004) kassierte er Niederlagen.

Kurzfristig erhält Halb-Mittelgewichtler Alexander Abraham am Sonnabend einen anderen Gegner. Der Serbe Nikola Stevanovic wurde am vergangenen Wochenende bei einem Autounfall in seiner Heimat schwer verletzt. Abraham (Berlin) boxt nun gegen den Ukrainer Roman Dzuman.

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Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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