KöLN VW-Motorsportdirektor Kris Nissen hat sich in der Affäre um angebliche sexuelle Nötigung erstmals selbst zu Wort gemeldet und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. „Die Vorwürfe gegen mich wegen sexueller Belästigung sind komplett haltlos. Es gibt nicht im Entferntesten einen Sex-Skandal. Dafür gibt es mehrere Zeugen, die den ganzen Abend mit mir in der Bar verbracht haben und dies auch bestätigen“, sagte der Däne der Braunschweiger Zeitung.

Das Nachrichtenmagazin Focus hatte von Vorfällen nach dem Formel-3-Saisonfinale im November in Macau berichtet. Dort soll Nissen in der Hotelbar einen weiblichen Gast beleidigt und an die Brust gefasst haben. Außerdem sei er noch gegen einen Audi-Mitarbeiter handgreiflich geworden, weil der sich geweigert habe, ihm ein Bier zu zahlen.

Einen Streit mit dem Mitarbeiter räumte Nissen ein. „Richtig ist, dass mir in einer Bar ein Audi-Mitarbeiter seinen Cocktail ins Bierglas gekippt hat. Daraufhin wollte ich, dass er mir ein neues bezahlt. Er lehnte ab, es kam zum Disput. Das bedaure ich.“ Nissen vermutet eine „inszenierte Kampagne“. „Das ist Rufmord“, sagte er. Der VW-Konzern hat eine interne Untersuchung eingeleitet.

Unterdessen erhob auch die frühere Dakar-Siegerin Jutta Kleinschmidt schwere Vorwürfe gegen Nissen. „Für die sexuellen Übergriffe gibt es zahlreiche Zeugen. Alle diese Anschuldigungen sind korrekt. Viele haben davon gewusst. Aber was sollten sie denn machen? Da hängen ganze Existenzen dran“, sagte die 48-jährige Rallye-Pilotin der Tageszeitung Die Welt. Zuvor hatte die schwedische Rallye-Co-Pilotin Tina Thörner Nissen schwer belastet.

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