Innsbruck (dpa) - Nur 20 Stunden, nachdem Deutschlands starkes Skisprung-Duo beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen die Skier eingepackt hat, steht am Bergisel in Innsbruck am heutigen Samstag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) schon wieder die Qualifikation auf dem Programm.

Für Regeneration und Gedankenspiele blieb bei Karl Geiger und Markus Eisenbichler keine Zeit. Die Weiterreise nach Tirol, ein Abendessen im gemütlichen Landhotel und ein kurzer Medientermin: Schon ist die Zeit verstrichen, bis von Geiger und Eisenbichler wieder Höchstleistungen erwartet werden.

Die Plätze fünf (Geiger) und sieben (Eisenbichler) waren auf der großen Olympiaschanze ordentlich, aber nicht der erhoffte Traumstart in das Jahr 2021. "Man kann nicht immer gewinnen und immer auf dem Podest stehen. Die Springerei war von Karl ziemlich gut, der zweite war nah dran an perfekt", lobte Bundestrainer Stefan Horngacher seinen Top-Schützling.

In der Tournee-Gesamtwertung liegt Geiger nur hinter Norwegens Gelb-Träger Halvor Egner Granerud. Danach folgen die beiden Polen Kamil Stoch und Dawid Kubacki sowie Eisenbichler. "Der Karl ist nach wie vor in der Tournee im Rennen, da können wir völlig zufrieden sein. Der Markus hat seine Sprünge nicht voll getroffen", stellte Horngacher fest. Bis auf den 142-Meter-Fabelflug von Oberstdorf hat Eisenbichler noch deutliches Steigerungspotenzial.

Schon vor einem Jahr kam Geiger als Tournee-Zweiter zum Bergisel, bevor er in Innsbruck als Achter einiges einbüßte. "Letztes Jahr um die Zeit war ich genauso gut dran. Es bringt nichts zurückzuschauen. Ich schaue nach vorne. Jetzt kommt Innsbruck, keine einfache Schanze. Wir sind motiviert, und wir kämpfen", sagte der 27 Jahre alte Allgäuer, der das Auftaktspringen in seiner Heimat Oberstdorf noch gewonnen hatte.

Eisenbichler liegt bereits 23,5 Punkte auf seinen Hauptrivalen Granerud zurück, auch Geiger und Stoch wirken bislang stabiler als der Siegsdorfer. Die Einzelplätze fünf und sieben sind nicht optimal für einen, der mit zwei Einzelsiegen in den Winter gestartet war. Um große Ansagen war Eisenbichler trotzdem nicht verlegen, in bestem bayerischen Dialekt kündigte er an: "Die Pamperl da vorne, die Norweger und die Polen, die werden wir schon noch einholen."

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