Oldenburg Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben das Siegen noch nicht verlernt. Nach zwei Niederlagen in Folge feierte der dreimalige deutsche Pokalsieger am Samstagabend in der Bundesliga einen verdienten 37:30 (18:13)-Auswärtserfolg bei der HSG Bad Wildungen. Der letzte Sieg in der Liga datierte vom 5. März aus dem Heimspiel gegen Celle (30:25).

Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki führte in Bad Wildungen zeitweise mit elf Toren Vorsprung. Einen richtig guten Tag in dieser torreichen Partie erwischte dabei Oldenburgs Rechtsaußenspielerin Kira Schnack, die neun Treffer markierte. Genauso erfolgreich im VfL-Trikot war Torjägerin Angie Geschke (9/2), Inger Smits steuerte sechs Tore zum neunten Saisonsieg bei.

Krowicki konnte zum wiederholten Mal nur mit einem Minikader planen. Zu dem ohnehin schon schwerwiegenden Ausfall von Kapitänin Kim Birke (muskuläre Probleme) gesellte sich in dieser Woche die etatmäßige Spielmacherin Caroline Müller, die bereits am Mittwoch am Meniskus operiert worden war.

Ebenfalls nicht im Aufgebot für Bad Wildungen standen Torfrau Madita Kohorst sowie Rechtsaußen Jenny Behrend. Die beiden Nachwuchs-Asse halfen beim abstiegsbedrohten Juniorteam aus und reisten mit der VfL-Zweiten nach Wismar. Für Kohorst rückte die erst 17jährige A-Jugendtorhüterin Julia Neumann in den Kader des Bundesligateams und bildete gemeinsam mit Julia Renner das Torhüter-Duo.

Die personellen Probleme sollten die VfL-Frauen keineswegs davon abhalten, die Partie in Nordhessen voll konzentriert und mit viel Elan anzugehen. Je zwei Treffer von Angie Geschke und Stefanie Kaiser brachten die Gäste in der Anfangsphase gleich mit 4:2 (3. Minute) in Führung.

Mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 180 Sekunden sorgte Inger Smits mit ihren ersten Treffern in dieser Begegnung erstmals für einen Vier-Tore-Vorsprung (8:4). Geschke und erneut Smits erhöhten nur kurze Zeit später gar auf 10:4 für den VfL. Grundlage dieser klaren Führung war eine solide Deckungsarbeit auf Seiten der Oldenburgerinnen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es rasend schnell – viel zu schnell für die wackeren Gastgeberinnen. Die Oldenburgerinnen legten los wie die Feuerwehr und markierten innerhalb von nur 3:34 Minuten fünf Treffer, schraubten das Resultat damit ratzfatz auf 24:13 aus ihrer Sicht und zogen den selbst ernannten „Vipers“ aus Bad Wildungen so ganz früh die Giftzähne.

Sieben Spiele bleiben den VfL-Handballerinnen in dieser Bundesliga-Saison nun noch. Sieben Möglichkeiten, in der Tabelle noch weiteren Boden gutzumachen. In der eigenen Arena treten die Oldenburgerinnen dabei allerdings nur noch dreimal an.

Das erklärt auch, warum das Team von Leszek Krowicki nach dem Gastspiel in Nordhessen am 9. April erneut reisen muss. Gegner am kommenden Sonntag ist dann Frisch Auf Göppingen. Das nächste Heimspiel der VfL-Frauen findet erst am Ostermontag (17. April) gegen den TV Nellingen statt.

Otto-Ulrich Bals Autor
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