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Oldenburg Bittere Niederlage für den VfB: Die Regionalliga-Fußballer aus Oldenburg haben am frühen Donnerstagabend das Halbfinale im NFV-Pokal gegen den VfL Osnabrück mit 3:5 verloren. Der Drittligist entschied das Derby im Marschwegstadion vor 5940 Zuschauern im Elfmeterschießen für sich. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 (0:0) gestanden.

Der favorisierte VfL löste damit zugleich das Ticket für den DFB-Pokal. Die beiden Finalisten des Landeswettbewerbs sind automatisch für die erste Hauptrunde in der neuen Spielzeit qualifiziert. Der zweite Endspiel-Teilnehmer wird am Ostermontag zwischen SV Meppen und Lüneburger SK (beide Regionalliga) ermittelt.

Vor dem Pokalspiel: Osnabrücker Fans randalieren in Oldenburg

Im Pokalderby in Oldenburg war kein Klassenunterschied zwischen den beiden Teams zu erkennen. Die Osnabrücker erarbeiteten sich aber mit Unterstützung des relativ starken Windes die ersten Chancen. In der 12. Spielminute hatten die Gastgeber Glück, dass ein Querpass des ehemaligen VfB-Spielers Addy-Waku Menga in der Mitte weder seinen Sturmkollegen Stanislav Iljutcenko, noch einen anderen VfL-Spieler fand. Wenig später schlug Christian Groß bei einer Freistoßvariante der Gäste frei stehend am 11-Meter-Punkt über den Ball (15.).

Die in der Regionalliga gegen den Abstieg kämpfenden Platzherren hielten gegen den Tabellenzwölften der 3. Liga aber insgesamt stark dagegen. In der 20. Minute kam Jonas Erwig-Drüppel bei einer starken Kombination der Oldenburger über Florian Stütz und Pierre Merkel im Strafraum zum Abschluss, setzte den Ball aber neben das Tor des VfL.

Den favorisierten Osnabrückern fiel gegen die geschickt verteidigenden Gastgeber nicht viel ein. Ein direkt auf VfB-Keeper Dominik Kisiel geschossener Versuch von Stephan Thee (21.) und ein 35-Meter-Freistoß von Marcos Alvarez über das Tor (41.) blieben die einzigen weiteren Offensivszenen der Gäste bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Oldenburger die erste Tormöglichkeit. Als im Gästeblock gerade verbotenerweise „Bengalos“ abgebrannt wurden, war der Kopfball von Merkel jedoch kein Problem für VfL-Keeper Frank Lehmann (47.). Kurz darauf ging ein 18-Meter-Schuss von Marcel Gottschling knapp neben das Tor (51.). Acht Minuten später fiel der Führungstreffer auf der anderen Seite. Nach einer Ecke von Alvarez köpfte Tobias Willers das 1:0 für die Gäste.

Der VfB verlor danach seine Linie und hatte Probleme, von der defensiven Marschrichtung abzurücken und mehr Akzente zu setzen. Erst nachdem der eingewechselte Marcel Kandziorra bei einer Direktabnahme das 2:0 verpasst hatte (67.), wurde es auf der anderen Seite gefährlich - und das richtig. Ein Schuss von Alessandro Ficara prallte an die Latte und von dort nach unten. Zahlreiche Zuschauer rissen schon jubelnd die Hände hoch, doch Schiedsrichter André Schönheit entschied nicht auf Tor (69.).

In der Schlussphase schaffte es der VfB, das Ruder noch einmal herumzureißen. Der eingewechselte Nils Laabs erzielte in der ersten Minute der Nachspielzeit das 1:1. Torwart Lehmann ließ einen Rückpass prallen und sich den Ball von dem Stürmer abnehmen. Laabs brauchte nur noch ins leere Tor zu schießen. Knapp 60 Sekunden später beendete Schönheit die reguläre Spielzeit.

Im Elfmeterschießen machte Lehmann seinen Fehler wieder gut, indem er den ersten Schuss von Franko Uzelac hielt. Die Osnabrücker Willers, Kandziorra, Nicolas Feldhahn und Alvarez trafen, ehe Marius Winkelmann mit einem Schuss über das Tor die bittere Niederlage des VfB besiegelte. Zuvor hatten Stütz und Merkel ihre Elfmeter für die Gastgeber versenkt.

Damit verpassten die Oldenburger die erste DFB-Pokal-Teilnahme seit 2011. Vor vier Jahren hatten die Oldenburger im Juli dem Bundesliga-Dino Hamburger SV in der ersten Hauptrunde einen tollen Kampf geboten und nur knapp mit 1:2 verloren.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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