Oldenburg Derbysieg für den VfB: Die Regionalliga-Fußballer aus Oldenburg haben am Sonntagnachmittag ihr Heimspiel gegen Spitzenreiter SV Meppen vor 4907 Zuschauern im Marschwegstadion mit 2:0 (0:0) gewonnen. In einem rassigen Prestigeduell, das vieles hielt, was sich die Fans zuvor davon versprochen hatten, feierten die Gastgeber nach dem 1:0 im Hinspiel den zweiten Sieg in dieser Saison gegen den dennoch weiterhin souveränen Ligaprimus. Dass die Emsländer an diesem Tag noch nicht als Meister feststehen würden, stand schon zur Halbzeit fest. Der Tabellenzweite aus Flensburg bezwang Hildesheim im eine Stunde früher angepfiffenen Spiel mit 4:2 und vertagte damit von sich aus schon die Entscheidung über Platz eins.

Schon nach 24 Sekunden wurde deutlich, dass die Gastgeber gegen den Tabellenführer alles in die Waagschale werfen wollten. VfB-Stürmer Christopher Kramer luchste Gästekeeper Jeroen Gies nach einem Rückpass mit einem starken Einsatz fast den Ball ab. Es folgten viele intensive Zweikämpfe, die die Emotionen immer wieder beiderseits hochkochen ließen. In der 5. Minute traf zum Beispiel Meppens Thilo Leugers Gegenspieler Dino Fazlic bei einem Duell im Mittelfeld mit dem Fuß am Kopf. Wenig später setzte erneut Kramer engagiert nach. Der Pressschlag mit Janik Jesgarzewski am Fünfmeterraum prallte quer zum Tor, doch kein Gastgeber war zum Abstauben zur Stelle (11. Minute).

Die erste gute Chance des Spitzenreiters hatte Benjamin Girth, als er den Ball nach einer Flanke aus spitzem Winkel artistisch über das Tor der Oldenburger bugsierte (15.), in dem Keeper Fabian Klinkmann den Vorzug vor seinem zuletzt starken Vertreter Jannik Wetzel erhalten hatte. Der VfB-Keeper parierte in der 22. Minute stark einen Schuss im Zurückfallen von Benjamin Girth nach einer Ecke und war kurz darauf auch bei einem Versuch von Martin Wagner von der Strafraumgrenze auf dem Posten (24.).

Die größte Chance der ersten Halbzeit vergab Kramer fast im Gegenzug, als ihm er der Ball nach einem Pressschlag von Andreas Pollasch vor die Füße sprang und er allein auf Gies zulaufen konnte. Dr VfB-Stürmer scheiterte jedoch im Duell mit dem SVM-Keeper (25.). Kurz nachdem auf der Haupttribüne wohl eine Kanonenschlag für einen großen Knalleffekt gesorgt hatte (32.), zog Schiedsrichter Axel Martin auf dem Platz das erste Mal den Gelben Karton, als VfB-Kapitän Thorsten Tönnies im Mittelkreis von Leugers gefoult worden war (37.).

Direkt nach der Pause hatte Kramer nach einer Flanke von Pascal Richter die nächste Chance des VfB (47.) und brachte zehn Minuten später das Stadion zum Kochen. Als die Oldenburger nach einer Verletzung von Pascal Richter kurze Zeit nur mit zehn Spielern auf dem Platz waren, kam der Ball über Andreas Pollasch und Tönnies in die Spitze, wo Kramer die Nerven behielt und aus rund zehn Metern zum 1:0 einnetzte (57.).

In der 74. Minute hatten die Gastgeber Pech, dass der Schiedsrichter nach einem Handspiel von Leugers im eigenen Strafraum nicht pfiff. Eigentlich hätte es Strafstoß und Gelb-Rot für den Gästespieler geben müssen. Etwas später zeigte Martin, nachdem Francky Sembolo kurz zuvor auf der anderen Seite an Klinkmann gescheitert war (81.), aber auf den Punkt, als Kramer nach einem Fehler in Meppens Hintermannschaft allein auf Gies zugelaufen und vom dem Keeper gefoult worden war. Tönnies verwandelte den Elfmeter sicher zum 2:0 (82.).

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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