OLDENBURG Ein Nobody stahl den Cracks am Freitag bei den Internationalen Oldenburger Pferdetagen die Schau. Balazs Krusco, 31-jähriger Ungar mit Wohnsitz in der Nähe von Versmold, rollte als vorletzter Starter das Feld von hinten auf und sicherte sich der Preis der Nordwest-Zeitung. Mit der zehnjährigen Oldenburger Stute Seicalla blieb Krusco in 48,10 Sekunden fehlerfrei. Damit verwies er als 58. von 59 Startern den bis dato führenden Markus Merschformann mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung noch auf Platz zwei.

Merschformann (Osterwick) brauchte mit Carthelot für den Parcours 50,58 Sekunden. Dritter wurde Matthias Janßen (Bramsche) mit Ocelot du Maine. Teamweltmeisterin Janne Friederike Meyer (Schenefeld), die in dieser Prüfung den neunjährigen Schimmel Holiday by Solitour sattelte, leistete sich einen Abwurf und eine Zeitüberschreitung und musste mit Rang 37 vorlieb nehmen.

„Ich wusste gar nicht, dass ich so schnell unterwegs war und mit so viel Vorsprung gewonnen haben“, freute sich der Sieger. Krusco startet erstmals in der Weser-Ems-Halle und verwies die starke Konkurrenz auf die Plätze. Die Ehrung für den Sieger im Preis der Nordwest-Zeitung nahmen NWZ -Verkaufsleiter Torsten Hillje und Harald Götting, 2. Vorsitzender der Reit- und Fahrschule Oldenburg, vor.

Das Eröffnungsspringen am Freitagmorgen war derweil fest in Oldenburger Hand. Altmeister Otto Vaske wollte es wissen und startete mit dem zwölfjährigen Oldenburger Wallach Armani Stern durch. Das Paar blieb fehlerfrei und durchquerte die Ziellinie in 51,43 Sekunden.

Mit gut einer Sekunde Rückstand folgte in Joachim Heyer vom RFV Cappeln ein weiterer Vertreter des Oldenburger Reiterverbandes. Heyer hatte mit Glenn Mentino eines seiner besten Pferde gesattelt. Vaske und Heyer gehören bereits seit Jahren zu den sportlichen Aushängeschildern des Oldenburger Verbandes. Rang drei ging an Matthias Janssen vom RFV St. Georg Ankum.

Im Dressurviereck hatte die Dänin Lisbeth Seierskilde am Freitag die Siegerhosen an. Die Reiterin präsentierte sich zusammen mit ihrem Pferd Jonstrupgärdens Raneur als perfekte Einheit und setzte sich mit 1464 Punkten durch.

Fabienne Lütkemeier folgte an zweiter Stelle mit D’Agostino. Beste Oldenburger Reiterin war in dieser Prüfung Julia Funke mit Dr. Doolittle auf Rang sechs. Die Tochter von Turnierchef Kaspar Funke erzielte 1297 Punkte.

Zufrieden zeigte sich Funke am Freitag auch mit der bisherigen Zuschauerresonanz. 2800 Pferdefreunde zählte der Veranstalter am Eröffnungstag am Donnerstag. „Mit den rund 3400 Besuchern vom Freitag liegen wir bei gut über 6000“, meinte Funke, der mit den hochkarätigen Prüfungen des Wochenendes nur zu gerne über 20 000 Zuschauer in diesem Jahr bei den Pferdetagen zählen möchte.

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Otto-Ulrich Bals Autor
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