ESSEN ESSEN/DPA - Titeljäger Thomas Rupprath schreibt erneut die sportlichen Schlagzeilen. Doch heftige Diskussionen um die Zukunft von Chefcoach Ralf Beckmann sorgen bei der Kurzbahn-DM der Schwimmer in Essen für Zündstoff. Mit einer auf breiter Front unterstützten Unterschriften-Aktion der Trainer soll das Präsidium des Deutschen Schwimm-Verbandes gedrängt werden, den bereits verkündeten Rückzug Beckmanns zu verhindern und mit dem 59-Jährigen die olympische Zukunft anzugehen.

Weltmeister Rupprath machte zumindest sportlich Mut. Der 28-jährige Hannoveraner gewann am Freitag mit exzellenten Leistungen zum achten Mal in Serie die 50 m Rücken und zum neunten Mal hintereinander die 50 m Schmetterling – für ihn die DM-Titel 58 und 59. „Da ist noch Luft drin“, blickte er zuversichtlich auf die EM in Triest (8. bis 11. Dezember).

Der 35-jährige Weltmeister Mark Warnecke scheiterte dagegen vorzeitig. Der Olympia-Dritte von 1996 schwamm über 100 m Brust um 1/100 Sekunde am Finale vorbei und war sauer. Wegen Schneefalls brauchte er für die rund 50 km lange Anreise von Herdecke nach Essen drei Stunden: „Das soll keine Entschuldigung sein, aber Mist ist es trotzdem, weil ich super in Form bin.“ Warnecke will am heutigen Sonnabend „seinen“ Titel über 50 m Brust mitnehmen.

Weil viele Spitzenathleten nicht am Start sind, hat der Nachwuchs die Chance, sich zu profilieren und ins EM-Team zu schwimmen. Paul Biedermann, der 19-Jährige vom SV Halle/Saale, nutzte über 200 m Freistil den Startverzicht von Titelverteidiger Jens Schreiber aus Oldenburg und qualifizierte sich für Triest. Der für Wasserfreunde 98 Hannover startende Schreiber holte immerhin mit seinen Staffel-Kollegen Thomas Rupprath, Lars Conrad und Constantin Dahle über 50 m Freistil den Titel.

Am Tag nach ihrem zweiten Platz über 1500 m Freistil bot Svea Schröder erneut eine gute Leistung. Die Oldenburgerin belegte gestern über 800 m Kraul Rang vier. Die 100 m Freistil wurden durch die 17-jährige Daniela Götz (Erlangen) vor Titelverteidigerin Petra Dallmann (Heidelberg) ebenfalls Beute der Jugend. Europameisterin Sarah Poewe (Wuppertal) musste sich über 100 m Brust mit Platz drei bescheiden.

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