Sotschi Auf die deutschen Rodler ist Verlass: Mit der vierten Goldmedaille im vierten Rennen hat die Staffel um Felix Loch bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi die Führung der deutschen Athleten im Medaillenspiegel am sechsten Wettkampftag ausgebaut. Am Nachmittag holte Biathlet Erik Lesser Silber über 20 Kilometer, dann krönten Loch, Natalie Geisenberger und Tobias Wendl/Tobias Arlt ihren überragenden Auftritt in Sotschi.

Nach der besten Ausbeute in der Olympia-Geschichte kannte der Jubel bei den deutschen Kufen-Cracks keine Grenzen. Die vier Freunde aus Bayern sangen lautstark „So sehen Sieger aus“, ehe sie Hand in Hand auf das Siegerpodest sprangen. Für Felix Loch war es nach seinem Triumph in Vancouver schon der dritte Olympiasieg, er schloss nach Goldmedaillen damit zu seinem Vorbild Georg Hackl auf. Loch freute sich besonders, „dass wir gemeinsam gewinnen konnten. Wir trainieren zusammen seit wir 13 Jahre alt sind.“

„Es ist unglaublich, was das Team geleistet hat. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so perfekt fahren“, sagte Hackl, der der „Bayern-Connection“ wahre Wunderschlitten gebaut hatte. Auch in der Teamstaffel zauberte das deutsche Quartett einen Bahnrekord auf das Eis, Russland auf Platz zwei wurde um 1,030 Sekunden deklassiert.

Bundestrainer Norbert Loch betonte, das Quartett sei „früher weniger zu Hause als bei mir auf der Bahn“ gewesen: „Das ist etwas ganz Großes, das es so nie mehr geben wird.“ Auch Geisenberger betonte den Zusammenhalt: „Wir sind so gute Freunde – jetzt stehen wir gemeinsam auf dem Podium.“

Bereits am Nachmittag beendete Erik Lesser den Medaillenfluch der deutschen Biathleten. „Eine Medaille hätte ich mir vorher niemals erträumt, ich wollte doch eigentlich nur 15. werden, um mich für den Massenstart zu qualifizieren“, sagte er nach seinem überraschenden Silber-Coup im Einzel.

Der 25-Jährige sorgte mit seinem zweiten Platz für den ersehnten Durchbruch der Skijäger, die sich in Sotschi im fünften Rennen endlich die erste Medaille sicherten. „Das ist mein zweiter Traum, der in Erfüllung geht. Der erste war es, hier überhaupt dabei zu sein“, sagte Olympia-Debütant Lesser, der sich einzig dem Franzosen Martin Fourcade geschlagen geben musste. „Auf der Schlussrunde wollte ich nicht an eine Medaille denken“, meinte Lesser, der genervt reagierte, als sein Silber mit einem Befreiungsschlag gleichgesetzt wurde: „Mir ist unfassbar egal, ob sich andere über meine Medaille freuen.“

Für die deutschen Frauen um den scheidenden Bundestrainer Uwe Müssiggang geht es im Einzel über 15 Kilometer an diesem Freitag (15 Uhr/ARD) um Schadensbegrenzung. Doppel-Olympiasiegerin Andrea    Henkel wird wegen einer Erkältung fehlen.

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