Rastede Vorsicht vor Superlativen und Übertreibungen. Die Gefahr ist groß, dass Überschwang und oberflächliche Begeisterung zu tatsächlich übertriebenen Wertungen verleiten. Aber was die beiden Altmeister des Oldenburger Landesturniers, Uwe Harms und Wolfgang Teske am Donnerstagabend unter der schlichten Bezeichnung Chronik präsentierten, hat es verdient, in hohen Tönen gelobt zu werden.

Viele Jahre waren die beiden als Organisationsleiter und Pressesprecher wichtige Säulen des Turniers – dann haben sie die vergangenen Jahre genutzt, um ein opulentes Werk der Sonderklasse über das herausragende reitsportliche Ereignis zusammenzustellen. Stolze 585 Hochglanzseiten im Großformat mit vielen einmaligen Bildern aus sieben Jahrzehnten umfasst die Dokumentation, die jetzt vorgelegt wurde, ein Prachtband zum Schmökern und Genießen.

Bescheiden sprechen die beiden Autoren im Vorwort von einem „Versuch einer zeitlich strukturierten Zusammenstellung turnierspezifischer Dokumente unterschiedlichster Art“. Tatsächlich ist das Buch zum einen ein wunderbarer Schmöker – voll mit Anekdoten, Erlebnissen und Geschichten, die für die Besonderheit des Oldenburger Landesturniers stehen.

Zum anderen ist das Werk ein herrliches Bilderbuch, das zum Blättern, Träumen und Genießen einlädt. Historische Schwarzweißbilder aus den Anfängen der Turniergeschichte begeistern den Betrachter ebenso wie die Farbfotos – gemeinsam ist ihnen, dass sie die Vielfalt des Reitsports im Oldenburger Land widerspiegeln.

Die Dokumentation ist ein Geschichtsbuch, das in einer Vielzahl von Texten über die Entwicklung der Reiterei und Pferdezucht im Oldenburger Land informiert – und das in einer Ausführlichkeit, die ihresgleichen sucht. Und zudem ist es gut zu lesen.

Harms und Teske bieten den Statistikern auch noch ein penibel recherchiertes Nachschlagewerk über die vergangenen Jahrzehnte. In umfangreichen Tabellen lassen sich die wichtigsten Ergebnisse des Turniers finden.

Und was wäre der Reitsport ohne die Menschen, die dafür sorgen, dass es zu diesen besonderen Erlebnissen kommt? Neben den reitsportlichen Aspekten stellt das Buch auch die Menschen vor, ohne die es das Rasteder Turnier in dieser Form nicht hätte geben können. Dabei widmen sich die beiden Autoren sowohl den aktiven Reitern als auch den Organisatoren.

So werden alle Turnierleiter, die Reiterpräsidenten und Schirmherren vorgestellt. Und auch viele Protagonisten kommen zu Wort – Reiter, die über ihre Beziehung zu dem Turnier berichten, aber auch Förderer und Unterstützer. Wunderbare Schmunzelgeschichten sind in den zahlreichen Randnotizen zu lesen, die zumeist der ausführlichen Berichterstattung der NWZ entnommen sind.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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