Oldenburg Nach Leibeskräften haben sich die Handballerinnen des VfL Oldenburg gegen den klaren Favoriten Thüringer HC gewehrt. Dennoch ging das Bundesliga-Duell in der kleinen EWE-Arena am späten Sonntagnachmittag am Ende deutlich mit 25:35 gegen die Erfurterinnen.

„Glückwunsch an Thüringen, das Spiel haben sie auch in der Höhe zu Recht gewonnen“, zollte VfL-Coach Niels Bötel dem Sieger Respekt und ergänzte: „Es war von vornherein klar, dass wir die Unterstützung brauchen von unseren Fans.“ Und die lieferten ab. Jeder Treffer sowie jede Parade der beiden Oldenburger Torhüterinnen Nele Reese und Gesa Neuendorff wurde auf den mit 953 Zuschauern besetzten Rängen gefeiert.

Allen voran Rückraumspielerin Kathrin Pichlmeier vom VfL kassierte Applaus. Sie war mit ihren neun erzielten Toren die erfolgreichste Werferin der Partie. In der ersten Hälfte lief Oldenburg nur einem kleinen Rückstand hinterher und hielt die Hoffnung hoch, dass eine Überraschung möglich wäre. Doch nach dem Wechsel baute Thüringen seine Führung stetig aus.

Was dann folgte, war ein großer Schockmoment für alle Oldenburger Fans. Im Getümmel des gegnerischen Siebenmeterraums ging Pichlmeier zu Boden und konnte sich aus eigener Kraft nicht erheben. Erst nach mehreren Minuten konnte die 23-Jährige – getragen von ihren Teamkolleginnen Myrthe Schoenaker, Jane Martens, VfL-Physiotherapeutin Mirjam Koscheck sowie Gegenspielerin Alicia Stolle – das Feld zur Behandlung verlassen. Die letzten zehn Minuten musste Oldenburg ohne seine beste Werferin überstehen.

„Ich hoffe, dass Kathrin Pichlmeier nichts passiert ist, sie hat sehr sehr gut gespielt“, sagte Thüringens Trainer Herbert Müller nach dem Ende besorgt und anerkennend.

In der letzten Phase ließen merklich die Kräfte bei den Gastgeberinnen nach, zusätzlich mehrten sich Unkonzentriertheiten und Fehler im Spielaufbau. Ein Doppelschlag von Staal kurz vor dem Schlusspfiff war so nur noch Ergebniskosmetik.

Am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) haben die VfLerinnen erneut ein Heimspiel zu bewältigen. Dann gastiert die Neckarsulmer Sport-Union in der Arena. „Da kommt ein schweres Spiel auf uns zu – wir müssen schauen, wie wir uns dann aufstellen“, meinte Oldenburgs Coach Bötel zum anstehenden Duell mit dem Tabellennachbarn.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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