Oldenburg Erst wurde es pink und kuschelig, dann laut und wuselig auf der Bühne im Theater Laboratorium: Mit lautem Kreischen quittierten an die 20 Hockey-Mädchen von GVO die Verkündung, dass sie von den Leserinnen und Lesern der NWZ bei der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres zur besten Mannschaft gewählt worden waren. Mit 4065 Stimmen sicherten sich die Talente den begehrten Titel.

Damit standen die Ehrungspaten der Sportlerwahl, Dario Fossi (Trainer der Regionalliga-Fußballer des VfL) und Dennis Rhode (Mitglied der Geschäftsleitung der Oldenburgischen Landesbank), am Montagabend vor einer großen Herausforderung. Jede pinke Lady wartete auf eine schöne Rose. Das Team war Meister und Pokalsieger sowie Hallenmeister im Bremer Hockey-Verband geworden. Dass sie auch tanzen können, wie Spielerin Paula Moderatorin Okka Gundel bestätigte, wollten sie im vollbesetzten Saal jedoch nicht zeigen – zumindest nicht alle.

Die Vorjahressiegerinnen Pia Buttjes und Laura Karczmarzyk, Sportakrobatinnen vom Oldenburger TB, setzten sich mit 2852 Stimmen noch vor den Bundesliga-Teams EWE Baskets (Basketball/1372) und VfL Oldenburg (Handball/1099) durch.

Eine große Ehre, schließlich sind diese beiden Mannschaften die Aushängeschilder der Stadt, wie Bürgermeisterin Christine Wolff betonte: „Einer Stadt mit immerhin 112 Sportvereinen mit 42 000 Mitgliedern.“

Eine VfL-Handballerin durfte dann aber doch noch jubeln: Angie Geschke gewann die Kategorie „Sportlerin des Jahres“. Die 33-jährige Nationalspielerin, deren Vertrag beim VfL nach der laufenden Saison nicht verlängert wird, freute sich ganz besonders über diese Anerkennung ihrer Leistung, betonte aber auch: „Ich mache ja Mannschaftssport, mein Sieg spricht also für das Team.“

Oldenburgs Handball-Star bekam 3146 Stimmen und triumphierte mit großem Abstand. Patricia Schwarzhuber (2311 Stimmen) vom Oldenburger Ruderverein sicherte sich mit einer knappen Bootslänge Vorsprung Platz zwei vor Sportschützin Elke Seeliger vom SV Etzhorn (2250).

Sehen Sie hier den Livestream der Gala zum Nachschauen:

Ordentlich Tempo dürfte die Herzfrequenz von Jesse Hinrichs gehabt haben, als der Triathlet des 1. TCO „Die Bären“ als „Sportler des Jahres“ ausgerufen wurde. Der 20-Jährige hatte sich im vergangenen Jahr nach Herzrhythmusstörungen einer Herz-Operation unterziehen müssen und wenige Wochen später bereits den Ostfriesland-Triathlon gewonnen. „Ich hatte vorher genug trainiert – und die Konkurrenz war nicht so groß“, sagte der Triathlet bescheiden. Das Problem mit dem Herzen sei aber „jetzt für immer weg“, betonte der strahlende Sieger, der 3422 Stimmen bekam und damit 809 mehr als Vorjahressieger und Oldenburgs Sport-Ikone schlechthin, Basketball-Star Rickey Paulding.

Hinter den beiden Bundesliga-Athleten freute sich Ruderer Max von Bülow an seinem 19. Geburtstag über seinen dritten Platz.

Auch bei den Nachwuchssportlerinnen machte eine Triathletin das Rennen – und das nach ihrer allerersten Saison im Ausdauerdreikampf. Aber Jule Brand vom 1. TCO „Die Bären“ ist nach dem Sieg in der Schülerserie Nord im Jahr 2018 nicht nur im Perspektiv-Landeskader Triathlon, sie ist auch schon lange im Schwimmkader. „Im Moment schwimme ich noch lieber, weil Triathlon noch neu ist. Aber mal sehen, wie es sich entwickelt“, sagte Brand, die 3500 Stimmen erhielt und sich mit dem größten Vorsprung durchsetzte. „Waren da die Bären los?“, fragte Gundel mit Blick auf den Vereinsnamen. „Kann man so sagen“, bestätigte Brand.

Dahinter wurde es knapp: Schwimmerin Nantke Aden (Polizei SV) schlug mit 1887 Stimmen hier knapp vor Beachvolleyballerin Lea-Sophie Kunst (Oldenburger TB/Vareler TB) an, die mit 1869 Stimmen wie im Vorjahr Dritte wurde.

Der größte Nominierte hatte indes den kleinsten Vorsprung: Nachwuchssportler des Jahres 2018 wurde Handballer Joost Sanders. Der 2,01 Meter große Rückraumspieler vom Tvd Haarentor, der mit einem Zweitspielrecht für das Jugend-Bundesligateam des TV Oyten ausgestattet ist, spielt dort auch gegen die Nachwuchsmannschaften der Spitzenvereine aus Kiel, Flensburg und Berlin. „Das ist schon etwas ganz Großes“, meinte Sanders passenderweise. Er bekam 2478 Stimmen, gerade einmal 159 mehr als der zweitplatzierte Jugend-Nationalspieler im Tischtennis, Heye Koepke (SWO/TSV Lunestedt).

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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