Oldenburg /Bremen Jetzt ist das Fußball-Jahr 2021 auch Geschichte und pünktlich zum Jahresabschluss wissen wir gar nicht, wohin mit unseren Werder-Gefühlen. Drei Siege in Folge? Kennen gefühlt nur noch die Werder-Fan-Veteranen auf der Südtribüne.

Ein neuer Trainer, der in seinen ersten drei Spielen mit neun Punkten das Maximum rausholt? Hat zuletzt ein gewisser Thomas Schaaf vor mehr als 20 (!) Jahren geschafft. Und das Gefühl, dass Werder mit Ole Werner endlich einen wirklich passenden Coach an die Weser gelotst hat, fühlt sich mittlerweile ebenfalls ungewohnt an.

Erinnert ihr Euch noch an das „Moggn, Moggn“ von Robin Dutt bei seiner Vorstellung? Da kommt die furztrockene Ansprache des waschechten Norddeutschen, Ole Werner, fast schon erfrischend daher.

Mit nur noch einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz (wohlgemerkt: zum Aufstieg!) verfestigt sich bei uns Werder-Fans inzwischen wieder Hoffnung, Optimismus, ja sogar: Selbstvertrauen. Und schon reden die ersten vom Wiederaufstieg, der jetzt „greifbar nah“ ist. Klar, klingt super, wünschen wir uns auch. Aber wenn wir Werder-Fans in der Vergangenheit eins gelernt haben, dann das: Der Fußball-Gott hat einen komischen Sinn für Humor.

Die Winterpause kommt für uns jetzt jedenfalls irgendwie zur Unzeit. Können wir nicht einfach weiterspielen? Am besten die Saison in den kommenden drei Wochen zu Ende spielen? Nicht? Na gut. Dabei ist es noch keine sechs Wochen her, da haben wir uns alle insgeheim gewünscht, der Spielbetrieb der zweiten Liga möge wegen eines drohenden Meteoriteneinschlags auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden.

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Ole Werner und sein Team haben jetzt die Winterpause, um die vielversprechenden Eindrücke der letzten drei Spiele zu verinnerlichen, Taktisches zu verfestigen und das Selbstvertrauen weiter auszubauen. Der Start ins neue Fußballjahr beginnt mit einem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Und sollte dort auch ein Sieg gelingen, könnte diese Mannschaft vielleicht wirklich endgültig ins Rollen kommen. Vorausgesetzt, sie bleibt zusammen. Ja, richtig gehört, denn: Es ist noch nicht lange her, da haben diverse Spieler, die mittlerweile eine führende Rolle in diesem Kader einnehmen, offen mit einem Wechsel geflirtet. Reicht der leichte Aufwind schon, um ihnen diese Flausen für den Winter auszutreiben? Friedl? Veljkovic? Toprak? Bittencourt? Oder sogar Füllkrug? Die Offiziellen betonen: Wir haben nicht den Eindruck, dass irgendein Spieler in diesem Winter weg möchte. Klingt gut. Welche Halbwertszeit diese „Gefühle“ aber haben, wenn bei einem Erstligisten im Winter das Verletzungspech zuschlägt und sie einen Blick in Richtung 2. Liga werfen? Werder hat jedenfalls pünktlich zum anstehenden Transferpoker im Winter wieder deutlich bessere Karten auf der Hand – vor allem den eigenen Spielern gegenüber. Hoffen wir, dass der Fußball-Gott nicht blufft…

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