Oldenburg Boris Herrmann sticht wieder in See, dieses Mal aber ohne die Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden. Der aus Oldenburg stammende Profisegler nimmt ab diesem Sonntag an einer Transatlantik-Regatta teil, die vom französischen Le Havre ins brasilianische Salvador de Bahia führt.

„Ich bin voller Vorfreude, dass es jetzt wieder in einen Wettkampf geht“, wird Herrmann in einer von seinem Team verbreiteten Mitteilung zitiert. Auf der 60 Fuß (18,3 Meter) langen Yacht „Malizia“ hat der 38-Jährige, der seine Karriere beim Zwischenahner Segelklub (ZSK) begonnen hatte, den Briten Will Harris (25) an seiner Seite.

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Die beiden hatten relativ wenig Zeit zur Vorbereitung auf das Rennen, was indirekt noch mit dem gemeinsamen Trip mit Thunberg zusammenhängt. Herrmann hatte die 16-Jährige mit der „Malizia“ unter großer medialer Beachtung im August von Südengland nach New York gebracht. Anschließend reiste ein fünfköpfiges Team nach New York, um die Yacht nach Europa zurückzusegeln. Dass dieses Team mit dem Flugzeug in die USA kam und dass Herrmann wiederum ebenfalls per Flieger nach Europa zurückreiste, hatte dem Profisegler viel Kritik eingebracht – der Sinn der vorherigen emissionsfreien Reise mit Thunberg auf einem Segelboot werde damit konterkariert, so der Vorwurf.

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Auf dem Rückweg über den Atlantik kollidierte die „Malizia“ schließlich mit einem unbekannten Objekt, so dass die Überführung unterbrochen und die Yacht auf einer kleinen kanadischen Insel südlich von Neufundland untersucht werden musste. Erst nachdem feststand, dass das Boot keine strukturellen Schäden davongetragen hatte, setzte das fünfköpfige Team den Trip nach Europa fort. Und dieser Zeitverlust fehlte Herrmann und Harris bei der Vorbereitung auf das nächste Rennen.

Jene Regatta, die alle zwei Jahre und zum insgesamt 14. Mal stattfindet, führt über 4350 Seemeilen (rund 8050 Kilometer). Bei der Auflage von 2017 hatte das siegreiche französische Duo Yann Ellis/Jean-Pierre Dick 13 Tage, sieben Stunden und 36 Minuten benötigt und damit einen Streckenrekord aufgestellt.

Profisegler Boris Herrmann würde Greta Thunberg auch künftig mitnehmen. Das Bild zeigt die beiden kurz nach der Ankunft in New York. (Foto: Jen Edney/Team Maliza)

Infos zur Regatta   www.transatjacquesvabre.org 
Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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