ÖSTERSUND Auch wenn Magdalena Neuner im Verfolger gleich viermal in die Strafrunde musste – besser hätte der Saisonauftakt für die Rekordweltmeisterin kaum laufen können. Der 25. Weltcup-Sieg am Sonnabend im Sprint, je ein dritter Platz im Verfolgungswettkampf am Sonntag und im Einzel-Wettkampf am Donnerstag sowie das Gelbe Trikot der Weltcup-Spitzenreiterin: Die Doppel-Olympiasiegerin hat in Östersund den besten Saisonstart ihrer von Erfolgen gepflasterten Karriere hingelegt. „Das war schon mal ein toller Einstand. Es ist besser gelaufen, als ich eigentlich erwartet habe“, sagte Neuner.

Nach dem abschließenden Verfolgungsrennen hatte Siegerin Tora Berger, die am Sonntag nur eine Scheibe stehen ließ, 1:24,4 Minuten Vorsprung. Tags zuvor hatte Magdalena Neuner die Norwegerin im Sprint mit der Winzigkeit von 0,2 Sekunden geschlagen. Von Sprint-Rang 27 auf Platz sechs kämpfte sich Einzel-Vize-Weltmeisterin Tina Bachmann. Andrea Henkel fiel dagegen von acht auf zehn zurück. Neben Neuner sorgte zudem Debütantin Franziska Hildebrand für ein Ausrufezeichen. Gleich in ihrem ersten Weltcuprennen wurde sie im Einzel Sechste.

Die Männer erwischten einen ordentlichen, aber ausbaufähigen Saisonstart. Andreas Birnbacher war beim Verfolgungssieg des Franzosen Martin Fourcade als Sechster bester Deutscher und wiederholte damit sein Ergebnis aus dem Sprint.

Unterdessen hat Skirennfahrer Fritz Dopfer beim Weltcup in Beaver Creek für eine Riesenüberraschung gesorgt. Beim Riesenslalom in den USA fuhr der 24-Jährige am Sonntagabend als Dritter sein bestes Weltcup-Ergebnis ein und sorgte in dieser Disziplin für die erste deutsche Podestplatzierung seit mehr als 17 Jahren. Der Sieg ging an den Österreicher Marcel Hirscher.

Dagegen hat Maria Höfl-Riesch im kanadischen Lake Louise das Weltcup-Podest verpasst. Die Skirennfahrerin wurde im Super-G beim Sieg der Amerikanerin Lindsay Vonn Fünfte.

Einen bärenstarken Auftritt legten derweil die deutschen Nordischen Kombinierer im norwegischen Lillehammer hin. Schon weit vor der Ziellinie bejubelte Weltmeister Eric Frenzel bei der Weltpremiere des Penalty Race den dritten Weltcupsieg seiner Karriere. Mit zwei dritten Plätzen für Björn Kircheisen und Weltcup-Spitzenreiter Tino Edelmann zementierte das DSV-Team seine derzeitige Vormachtstellung.

Für Furore sorgten auch die deutschen Skispringer.

Mit zwei zweiten Plätzen beim Weltcup in Lillehammer etablierten sich Severin Freund und Richard Freitag in der Weltspitze. Lediglich Doppelsieger Andreas Kofler aus Österreich war zu stark und baute seine Führung im Gesamt-Weltcup aus. Freund kam am Sonntag auf der Großschanze auf 132 Meter im ersten und 124 Meter im zweiten Sprung.

„Der erste Versuch war perfekt, beim zweiten waren ein paar Ecken und Kanten drin. Aber wenn man Zweiter wird, sollte man nicht zu viel kritisieren“, meinte Freund.

Auch Freitag lieferte nach seinem zweiten Rang auf dem kleinen Bakken mit Platz fünf erneut eine gute Vorstellung ab. Am Sonnabend hatte der 20-jährige Sachse den DSV-Springern das erste Erfolgserlebnis in der Saison beschert.

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