Es sollte eine After-Show-Party der ganz besonderen Art werden. IBF-Weltmeister Arthur Abraham zeigte sich schwer beeindruckt, der 68-jährige Box-Promoter Wilfried Sauerland rockte am VIP-Tisch mit, und Boxtrainer Ulli Wegner traute seinen Augen und Ohren nicht. Als die komplette Boxerriege der Sauerland Event GmbH in der Nacht zu Sonntag nach getaner Arbeit in der Oldenburger Lokalität „Athen“ – teils abgekämpft, teils freudestrahlend – zum großen Abschlussbankett eintrudelte, zog ein Mann auf der Bühne eine Show ab, die noch weit über den Premierenabend hinaus wirken könnte. Georgios „Jorgos“ Kroupis, 52-jähriger griechischer Musiker aus Oldenburg, der 1990 zwei Nummer-1-Hits in Griechenland landete, präsentierte mit einer rockigen Showeinlage erstmals seine eigens für

„König“ Arthur Abraham geschriebene Einlauf-Hymne „Knockout“ (ovales Bild). Musikalisch unterstützt wurde Jorgos dabei von den Oldenburger Entertainern Frank & Jerry. Die Überraschung war perfekt. Nachdem Jorgos die Rocknummer auf Wunsch der Sauerland-Crew ein zweites Mal vorstellte, wird nun ernsthaft in Erwägung gezogen, den Oldenburger Knockout-Hit, der textlich ganz auf Arthur Abraham und offenbar auch auf den internationalen Musikmarkt zugeschnitten ist, bei den Kämpfen des IBF-Weltmeisters in der ARD abzuspielen. Sauerland wie auch Wegner jedenfalls legten Arthur Abraham, der derzeit zum Song „Revenge“ einmarschiert, den Song wie eine Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Musiker Kroupis ans Herz. Sauerland Event selbst kann die Musik bei den ARD-Veranstaltungen nicht bestimmen, sehr wohl hat der Boxer ein Vorschlagsrecht. „Das Ganze war ursprünglich mal eine Schnapsidee. Jetzt müssen wir abwarten, was dabei herumkommt“, meinte

Kroupis. Und der auf die Bühne geeilte Abraham bedankte sich: „Das hat mich sehr beeindruckt. Ich finde das Lied ganz toll. Es passt zu mir.“

Als weniger deckungsgleich hatte sich zuvor die Paarung Danilo Häußler gegen Mikkel Kessler dargestellt. Der 33-Jährige aus Frankfurt/Oder hatte gegen den WBA-Titelträger Kessler aus Dänemark keine Chance und ging in der dritten Runde k.o. Dennoch: Mit einem dick angeschwollenen linken Auge ließ sich Danilo Häußler das nächtliche VIP-Buffet schmecken. Versüßt wurde dem Super-Mittelgewichtler der Abend auch dank der stattlichen Börse von 150 000 Euro, die der Brandenburger im Herbst seiner Karriere noch einmal einstreichen durfte.

Häußlers Trainer Manfred Wolke hatte in Oldenburg derweil einen ganz anderen Grund zum Feiern. Auf den Tag genau vor 40 Jahren, am 25. Oktober 1968, hatte Wolke im Dress der damaligen DDR bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko die Goldmedaille im Weltergewicht gewonnen. Der heute 65-Jährige, der einst beim ASV Vorwärts Berlin boxte, zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Trainern in der Welt. Wolke machte sich vor allem einen Namen mit Henry Maske und Axel Schulz, denen er im Amateur- und später im Profilager bekanntlich über Jahre hinweg zu großen Erfolgen verhalf.

NWZTVzeigt die neue Box-Hymne unter www.NWZonline.de/nwztv

Otto-Ulrich Bals Autor
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