München Christian Ahlmann (43) hätte den erstmaligen Gewinn der Riders Tour gerne mit einem spektakulären Siegesritt gekrönt. Der Springreiter aus Marl musste am Sonntag beim Finale in der Münchner Olympiahalle tatenlos zusehen, wie die Konkurrenten seinen Gesamtsieg perfekt machten. „Ich wollte vorne dabei sein. Es hat heute nicht sollen sein. Ich war weit weg vom Stechen“, sagte er.

Mit seinem Pferd Colorit war Ahlmann nach 13 Strafpunkten im ersten Umlauf des Großen Preises frühzeitig aus dem Rennen. Er profitierte jedoch von verpatzten Ritten seiner Verfolger. Nur Andreas Kreuzer aus Damme (Kreis Vechta) hätte nach einem Null-Fehler-Ritt im ersten Umlauf mit ihm am Ende noch nach Punkten gleichziehen können. Für den geteilten Gesamtsieg hätte der 28-Jährige jedoch mit Calvilot das Springen gewinnen müssen. Kreuzer riskierte alles bei seinem finalen Ritt, gab aber nach mehreren Fehlern auf.

Mit 40 Punkten gewann Ahlmann die Turnierserie mit sechs Stationen. Bei zweien war er der Sieger. „Dieser Titel hat noch gefehlt. Er war ein ganz großes Ziel von mir“, sagte der dreimalige Weltcupsieger und Doppel-Europameister von 2003. Den Sieg im Großen Preis sicherte sich der Franzose Edward Levy. Ihm gelang mit Rebeca in 39,71 Sekunden der schnellste fehlerfreie Ritt im Stechen.

Die Zuschauer erlebten bei der Entscheidung im Riders-Tour-Finale nicht den ganz großen Nervenkitzel. Bei Ahlmann fielen an gleich drei Hindernissen Stangen. Seine unmittelbaren Verfolger machten es nicht besser, sondern zeigten ebenfalls Nerven. Die zweitplatzierte Janne-Friederike Meyer-Zimmermann aus Norderstedt leistete sich mit Bali neun Strafpunkte. Und Denis Nielsen aus Isen vergab seine Chance auf den Titelgewinn mit Carlo S mit Abwürfen an drei Hindernissen. Nur Kreuzer bewältigte auf dem elf Jahre alten Calvilot den ersten Umlauf fehlerfrei. Er griff dann vergeblich an.

Beim Championat von München durfte sich am Samstag der deutsche Meister Mario Stevens als Sieger feiern lassen. Der 36-Jährige aus Molbergen (Kreis Cloppenburg) gewann auf Brooklyn im Stechen nach einem fehlerfreien Ritt in 38,02 Sekunden. Stevens überflügelte mit dem 13-jährigen Fuchswallach Brooklyn noch Kreuzer, der auf dem neunjährigen Holsteiner Qinley 38,57 Sekunden vorgelegt hatte.

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