München /Oldenburg Ein miserabel verlaufenes drittes Viertel hat die EWE Baskets Oldenburg um einen möglichen Erfolg beim deutschen Basketball-Meister und Bundesliga-Tabellenführer Bayern München gebracht. Am Sonntagabend verlor die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic in München mit 58:79 (41:29), nachdem sie nach Wiederbeginn eine deutliche Führung verspielt hatte.

„In den ersten 20 Minuten haben wir uns eine Chance erarbeitet, das Spiel zu gewinnen“, sagte Drijencic: „Wir wussten, dass die Bayern aggressiv aus der Halbzeit kommen. Leider ist es uns nicht gelungen, dann dagegenzuhalten.“

Im Kader der Oldenburger, für die es das erste Spiel nach dem am 16. Februar gegen Alba Berlin verlorenen Pokalfinale war, standen am Sonntag lediglich zehn Spieler. Die beiden Neuverpflichtungen Filip Stanic und Ian Hummer waren noch nicht dabei, Nathan Boothe und Justin Sears fehlten verletzt. Außerdem hatte sich Armani Moore im Training noch eine nicht näher benannte Verletzung zugezogen. Somit zählten in Braydon Hobbs, Rickey Paulding, Tyler Larson (alle USA) sowie Rasid Mahalbasic (Österreich) lediglich vier ausländische Profis zum Spieltagsaufgebot – erlaubt sind sechs.

Gegen die Münchner, bei denen der frühere Rasta-Vechta-Profi T.J. Bray in der Startformation stand, erwischten die Baskets einen hervorragenden Start. In der fünften Minute lag das Team mit 16:4 vorn. Diese Zwölf-Punkte-Führung schmolz im Verlauf der nächsten Minuten zusammen, wobei aufseiten der Bayern Greg Monroe immer besser in Fahrt kam. Doch die Baskets befreiten sich und zogen erneut davon, zwischenzeitlich lagen die Gäste mit 15 Punkten vorn. Beim Seitenwechsel waren es immerhin noch zwölf (41:29).

Seit dem Aufstieg des FC Bayern in die Bundesliga im Jahr 2011 ist den Oldenburgern in Punktspielen erst ein Sieg in München gelungen (80:61 in der Saison 2012/13). Dass nun der zweite folgen würde, erschien nach dem Seitenwechsel schon bald fraglich. Die von Oliver Kostic trainierten Münchner legten einen furiosen Lauf hin und glichen in der 24. Minute zum 42:42 aus. Ein Grund dafür war, dass die Trefferquote der Gastgeber bei Dreipunktewürfen nun deutlich stieg. Kurz nach dem Ausgleich lag das Kostic-Team dann sogar vorn – es war die erste Führung der Münchner seit den Anfangsminuten der Partie. Für die Oldenburger verlief das dritte Viertel insgesamt desaströs. Der FC Bayern gewann den zehnminütigen Abschnitt für sich betrachtet mit 25:1. Damit schrammten die Baskets nur knapp an einem Negativrekord vorbei. Der damalige Bundesligist Eisbären Bremerhaven war am 22. Oktober 2014 im Auswärtsspiel in Bayreuth ein komplettes Viertel lang ohne eigenen Punkt geblieben (0:22).

Und auch wenn den Oldenburgern im Schlussabschnitt wieder regelmäßig Punkte aus dem Feld gelangen, baute der Meister und Tabellenführer seine Führung weiter aus. Kurz vor dem Spielende lagen Monroe und Co. erstmals mit mehr als 20 Punkten vorn.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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