KüHLINGEN „Vegas Baby, Vegas!“ Die US-Komödie „The Hangover“, aus der dieses Zitat stammt, war eigentlich längst gelaufen. Und es weiß auch niemand mehr, wie der Spruch plötzlich nach Grüppenbühren gelangt ist. Aber nachdem im vorigen Jahr die Kommunikation bei einer Party im Wesentlichen aus „Vegas Baby, Vegas!“ bestanden hatte, war für die Handballer vom TSV Grüppenbühren das Faschingsthema für die aktuelle Session klar: Las Vegas.

Mitte Dezember begann auf dem Kartoffelhof Blankemeyer in Kühlingen schließlich aus der Idee eine Mission zu werden: Dort, wo sonst das so bodenständige Gemüse gelagert wird, entstand in den darauffolgenden Wochen die Skyline jener Stadt, in der die Illusion alles ist. Auf einem Strohanhänger, der zu anderen Jahreszeiten im Ernteeinsatz ist, bauten die Sportler die Nobelherberge „Caesars Palace“ nach, eines der Wahrzeichen der pulsierenden Wüstenstadt.

Drei Jahre pausiert

44 Kasinobesucher – natürlich stilecht im Frack –, 41 aufreizende Showgirls und drei Kinder werden am Sonnabend am Fuße der fünf Meter hohen und eigens für die Anreise zum Umzug klappbar gestalteten Kulisse ihre Posten beziehen. TV- und Kinoformate haben es den Grüppenbührenern offensichtlich angetan: 2010 waren sie als „Familie Feuerstein“ unterwegs und 2009 hatten sie sich das Motto „Bauer sucht Frau“ ausgesucht. Von 2006 bis 2008 hatte der TSV in puncto Fasching eine schöpferische Pause eingelegt.

„Vorher waren unsere Eltern lange Zeit beim Fasching aktiv“, erzählt Tobias Bleydorn. „Jetzt wollen wir die Tradition aufrecht erhalten.“ Kai Blankemeyer ergänzt und gibt die Marschrichtung vor : „Die waren damals sogar immer platziert. Das wollen wir natürlich fortsetzen.“

Arbeit bis kurz vorm Start

Rund 100 Stunden Sägen, Schrauben, Hämmern und Kleben liegen hinter dem etwa zehnköpfigen Wagenbau-Team, wenn kurz vor dem Start die letzten Schönheitskorrekturen erledigt werden. Gearbeitet werde traditionell bis zuletzt, berichtet Blankemeyer. Aber der Spaß mache die Mühe allemal wett.

Durchhaltevermögen beweisen die Grüppenbührener auch beim Feiern. „Wir sind abends die Letzten und morgens die Ersten“, plaudert Blankemeyer aus dem Nähkästchen. Und zu Ende ist das Feiern mit dem Umzugswochenende noch längst nicht: Am Rosenmontag treffen sich alle zum Abbau des Festwagens, bevor gemeinsam per Beamer die Umzugsbilder angeschaut werden. Und am Abend geht es für alle noch ein letztes Mal gemeinsam auf die Piste.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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