STUTTGART Die neue Weltmeisterin Hanka Kupfernagel konnte ihr Glück kaum fassen und vergoss Tränen der Freude. In goldenen Schuhen war sie zuvor zum Sieg im Einzelzeitfahren gerast und hatte den Gastgebern bei den Rad-Weltmeisterschaften in Stuttgart einen glänzenden Auftakt beschert. Die 33-Jährige setzte sich am Mittwoch in 34:43 Minuten vor der Amerikanerin Kristin Armstrong (23,47 Sekunden zurück) und der Österreicherin Christiane Söder (41,53) durch. „Ich bin überglücklich. Ich kann es gar nicht realisieren. Ich habe Angst, dass mich jemand aus dem Traum aufweckt“, sagte Kupfernagel.

Auf dem 25,1 Kilometer langen Kurs in Stuttgart schockte die in der ersten Gruppe gestartete Thüringerin mit ihrer Bestzeit die Konkurrenz – musste aber anschließend zwei Stunden lang um ihren ersten WM-Titel auf der Straße bangen. „Die Warterei war aufregender als das Rennen“, meinte die Olympia-Zweite von Sydney 2000, die völlig ausgepumpt im Ziel ankam: „Ich bin zum ersten Mal nach einem Rennen vom Rad gefallen. Die letzten 500 Meter konnte ich nicht mehr denken.“ Eine weitere Medaillenchance hat sie am Sonnabend, wenn sie im Straßenrennen startet.

Vor Kupfernagels Gold-Gewinn hatten die deutschen U-23-Zeitfahrer die erhoffte Medaille klar verpasst. Beim Sieg des Niederländers Lars Boom musste sich der zweifache Junioren-Weltmeister Marcel Kittel (Ichtershausen) mit dem 18. Platz begnügen, der Vorjahres-Sechste Stefan Schäfer aus Cottbus wurde nur 24.

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