Oldenburg In der sogenannten EWE-Spenden-Affäre bestreitet Ex-Box-Weltmeister Wladimir Klitschko, einen „Deal“ mit dem Oldenburger Energieversorger verabredet zu haben. Wie Klitschkos Management mitteilt, habe es „im Oktober 2016 eine Spende der EWE AG in Höhe von 253 000 Euro an die Klitschko Foundation gegeben“. Die Summe sei der Stiftung „bedingungslos“ zur Verfügung gestellt worden. „Dementsprechend kann es auch nie eine Erwartung entsprechender Gegenleistungen gegeben haben“, sagte Klitschkos Manager Bernd Bönte auf Nachfrage der NWZ.

EWE-Chef Matthias Brückmann hatte die Spende im März 2016 auf einer Gala in Kiew zugesagt. Offenbar erhoffte sich Brückmann als Gegenleistung PR-Aktivitäten von Klitschko. Derzeit wird geprüft, ob Brückmann mit der Spendenzusage gegen Richtlinien des Konzerns verstoßen hat.

Unterdessen weitet sich auch die sogenannte Spitzel-Affäre aus. Nach NWZ -Informationen ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg jetzt gegen Brückmanns Ex-Vorstandskollegen Nikolaus Behr.

Behr soll die Bespitzelung eines ehemaligen EWE-Mitarbeiters in Auftrag gegeben haben. Unter anderem wurden an dessen Auto illegal Peilsender angebracht. Behr musste wegen der Affäre im September 2016 zurücktreten.

Zudem prüft die Staatsanwaltschaft, ob sich eine leitende Mitarbeiterin der EWE der Untreue schuldig gemacht hat, weil sie die Rechnungen für die Bespitzelung „freigegeben“ hat. In der Spitzel-Affäre ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Lübeck. Unter anderem gegen eine Anwaltskanzlei und eine Detektei, die Behr beauftragt haben soll.

Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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