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Chemnitz (dpa) - Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz denkt trotz der Verschiebung der Sommerspiele in Tokio auf 2021 nicht an ihr Karriereende.

"Olympia war mein Ziel, als ich nach der Geburt meiner Zwillinge überhaupt wieder angefangen habe", sagte die 34-Jährige vom LV 90 Erzgebirge der Deutschen Presse-Agentur. "So lange es Spaß macht", plane sie weiterzumachen - auch über 2021 hinaus.

Schwanitz hat bei der Leichtathletik-WM im Oktober in Doha überraschend Bronze gewonnen. Dies bezeichnete die zweifache Europameisterin als ihren größten Erfolg, nachdem sie vor zweieinhalb Jahren ein Mädchen und einen Jungen zu Welt gebracht hatte. Schwanitz begrüße es, dass die Tokio-Spiele wegen der Corona-Pandemie erst 2021 stattfinden sollen und freut sich bereits auf ein "super nächstes Jahr": Da stehen neben Olympia voraussichtlich auch eine Hallen-WM und -EM an. Die ursprünglich für 2021 geplante Freiluft-WM in Eugene/USA soll 2022 stattfinden.

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Ein Karriereende habe sie auch für den Fall eines Medaillengewinns in Tokio 2020 nicht in Erwägung gezogen. "Wenn es gut gelaufen wäre, dann wäre es ja verrückt gewesen aufzuhören", sagte Schwanitz, die an Heiligabend 35 Jahre alt wird. Als Sportsoldatin sei sie auch in der Corona-Krise finanziell abgesichert, dennoch rechnet sie durch die fehlenden Wettkämpfe mit erheblichen Einbußen.

"Ich gehe momentan nicht davon aus, dass ich dieses Jahr noch einen Wettkampf machen kann. Da geht es darum, sich fit zu halten und zu verbessern", sagte sie. Schwanitz war 2008 in Peking Olympia-Elfte, vier Jahre später in London Zehnte. 2015 eroberte sie WM-Gold in Peking, enttäuschte dann aber bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro als Sechste.

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