Jeddeloh Mit gesenkten Köpfen gingen die Spieler des SSV Jeddeloh in die Fankurve, um den 507 Zuschauern in der 53acht-Arena für ihre Unterstützung zu danken. Mit Punkten konnten sie ihre Fans erneut nicht beschenken. Denn das 1:3 (0:1) gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV war bereits die vierte Niederlage in der Fußball-Regionalliga für die Ammerländer in Folge.

Sichtlich geknickt zeigte sich auch SSV-Trainer Jouke Faber. „Die Jungs wollen es unglaublich gerne. Leider fehlt uns in solchen Partien einfach die nötige Cleverness“, haderte der Niederländer, der zumindest nach dem Seitenwechsel eine Leistungssteigerung bei seiner Mannschaft feststellen konnte.

Denn im ersten Durchgang waren die Gäste das tonangebende Team. Die Hamburger ließen den Ball gut laufen und sorgten dafür, dass Jeddeloh immer einen Schritt zu spät in die Zweikämpfe kam. Ein Distanzschuss und ein Kopfball von Ogechika Heil (8. und 15. Minute) waren die ersten Torannäherungen des HSV.

In der 22. Minute gingen die Gäste dann in Führung. Nach einem Zuspiel von außen setzte sich Xavier Amaechi in der Mitte ab und traf zum 0:1. Ansonsten machten die Hamburger aus ihrer Feldüberlegenheit nicht viel. Stattdessen fand Jeddeloh etwas besser ins Spiel und kam durch Kapitän Kevin Samide zur besten Chance. Doch sein Abschluss wurde von Torhüter Kevin Sören Harr (30.) pariert.

Nach der Pause gab es für die Ammerländer früh den nächsten Rückschlag. Statt Aufholjagd hieß es 0:2, weil ein Ball von Torhüter Pelle Boevink unter Druck zu kurz geriet und Khaled Mohssen keine Probleme hatte, ins leere Tor zu treffen (56.).

Und die Aufgabe wurde nicht einfacher. Muhittin Bastürk verlor den Ball im Aufbauspiel, ging mit einer Grätsche risikoreich in den Zweikampf und sah die Rote Karte (71.) – eine sehr harte Entscheidung von Schiedsrichter Eric Müller. Doch auch in Unterzahl war der SSV bemüht. Tim van de Schepop scheiterte an Torhüter Harr (77.), ein Schuss von Moritz Seiffert strich knapp am Tor vorbei (79.). Während der HSV einen guten Konter nicht nutzte (82.), brachte der eingewechselte Thilo Töpken mit einem Distanzschuss in den Winkel zum 1:2 (85.) dem SSV kurzzeitig neue Hoffnung.

Der Jubel währte jedoch nur eine Minute. Fast im direkten Gegenzug unterschätzte Boevink eine Flanke, Tobias Fagerström sorgte per Kopf mit dem 1:3 für die Entscheidung. „Über das zweite und dritte Gegentor brauchen wir gar nicht zu reden. Wenn wir jetzt aber sagen, dass die Mannschaft ein Kopfproblem hat, machen wir es uns zu einfach“, betonte Faber: „Wir müssen aber langsam anfangen zu punkten. Und daran glauben wir als Team weiter.“

Jeddeloh: Boevink – Minns, von Aschwege, Bastürk, Tönnies – Seiffert, Schaffer, Ziga (62. Goguadze), Samide (78. Töpken), Ito (74. Oltmer) – van de Schepop.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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