Hamburg (dpa) - Der ehemalige Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat seinen Nachfolger beim Hamburger SV für die Art und Weise von dessen Amtsübernahme kritisiert.

Bernd Hoffmann hatte einen Masterplan. Er wollte unbedingt zurückkehren und hat das dann sehr geschickt gemacht", sagte Bruchhagen der Deutschen Presse-Agentur aus Anlass seines 70. Geburtstags an diesem Dienstag. "Er hat sich zum Präsidenten des eingetragenen Vereins wählen lassen und dann den neuen Aufsichtsrat der HSV Fußball AG zusammengestellt. Der hat ihn dann wiederum zum Vorstandsvorsitzenden bestimmt. Das war alles vorhersehbar, und es war auch immer klar: Wenn Bernd Hoffmann diesen Job haben will, dann kriegt er ihn auch.

Bruchhagen stand von Dezember 2016 bis März 2018 an der Spitze des HSV und musste im Frühjahr gehen, als sich der erste Bundesliga-Abstieg in der Geschichte dieses Traditionsvereins abzeichnete. Auch über die Abstiegsmannschaft der Hamburger sagte er: "Wenn Spieler wie Lewis Holtby sagen, 'Jetzt macht mir Fußball wieder Spaß', dann fällt einem dazu nichts mehr ein. Solche Spieler haben beim HSV drei bis vier Millionen Euro verdient, aber sie haben dem Beiersdorfer den Job gekostet, dem Gisdol den Job gekostet, dem Todt, dem Hollerbach und am Ende auch noch mir."

Insgesamt war Bruchhagen mehr als 30 Jahre als Vorstand und Manager für Clubs wie den Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld und Schalke 04 tätig. Sein Karriereende in Hamburg sieht er auch selbstkritisch. "Ich habe gehofft, noch einmal etwas Positives zu bewirken. Aber das ist mir leider nicht gelungen", sagte er.

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