Bremen Die Serie der sieglosen Spiele auf neun verlängert und die vierte Niederlage in Folge kassiert: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat am Dienstagabend trotz einer defensiv guten Leistung gegen Borussia Dortmund um den neuen Interims-Cheftrainer Edin Terzic mit 1:2 (1:1) verloren. Ein Doppel-Patzer von Torwart Jiri Pavlenka, der beim Stand von 1:1 in der 78. Minute erst eine Flanke fallen ließ und danach ungeschickt Manuel Akanji elfmeterreif foulte, entschied das Spiel. Pavlenka hielt zwar den anschließenden Strafstoß von Marco Reus – der deutsche Nationalspieler drückte den Abpraller aber zum 2:1-Siegtor über die Linie. Vorher hatte Raphael Guerreiro den BVB mit 1:0 in Führung gebracht (12.), Kevin Möhwald für die kampfstarken Bremer ausgeglichen (28.).

Die Veränderungen

Werder-Trainer Florian Kohfeldt veränderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Leipzig auf zwei Positionen. Jean-Manuel Mbom und Yuya Osako rückten für Leonardo Bittencourt und Romano Schmid in die Anfangsformation. Die Bremer spielte so in einer defensiv ausgerichteten 5-3-2-Grundordnung, in der Osako und Joshua Sargent den Angriff bildeten. Beim BVB zeigte Terzic Mut und verhalf dem erst 16-jährigen Youssafa Moukoko zu seiner Startelf-Premiere.

Der Fehlstart

Zwar begann Werder gewohnt lautstark und engagiert – einer war aber in der Anfangsphase am lautesten. „Druck, Druck, Druck“, schrie Terzic mehrmals, sobald seine Stars den Ball verloren hatten und machte ihnen so Beine. Diese Emotionen von der Seite, die dem am Sonntag freigestellten Lucien Favre oft abgegangen waren, halfen: Erst rutschte Moukoko um Zentimeter an der Führung vorbei (5.), dann staubte Guerreiro zum 1:0 ab, nachdem Torwart Pavlenka einen Schuss von Jadon Sancho noch pariert hatte.

Tor aus dem Nichts

Nach und nach berappelte sich Werder, auch wenn der BVB die aktivere Mannschaft blieb. Nach vorn ging bei den Gastgebern jedoch nichts zusammen, bis sich BVB-Verteidiger Manuel Akanji einen folgenschweren Fehlpass leistete. Werder nutzte den unsortierten BVB-Moment, Maximilian Eggestein legte ab auf Kevin Möhwald, und der schoss platziert aus 17 Metern mit seinem ersten Saisontor zum 1:1 ein.

Dass es dabei bis zur Pause blieb, hatte Christian Groß nur dem Glück zu verdanken. Einen eigentlich völlig harmlosen Querpass von Jude Bellingham lenkte Werders Routinier unbedrängt an den eigenen Pfosten (32.). Auch Akanji für den BVB (41.) und Ludwig Augustinsson für Werder (44.) hatten gute Gelegenheiten auf ein weiteres Tor.

Die zweite Halbzeit

Auch nach der Pause kam der BVB besser ins Spiel – und wieder war es Moukoko, der die erste große Chance hatte (52.). Dortmund blieb die überlegene Mannschaft mit mehr Ballbesitz, Werder schaffte es aber jetzt immer besser, den BVB aus dem torgefährlichen Raum zu halten. So rückte der Punktgewinn gegen das zuvor drei Spiele sieglose Champions-League-Team aus Dortmund in greifbare Nähe. Der BVB biss sich die Zähne aus, ehe Pavlenka mit seinem Doppel-Patzer dem BVB-Trainerdebütanten Terzic zumindest ergebnistechnisch einen Traumeinstand bescherte.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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