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Bund-Länder-Runde
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Oberstdorf Severin Freund führte ausgelassen ein Siegertänzchen auf, 25 500 Zuschauer in Oberstdorf sangen „Oh, wie ist das schön“: Mit einem furiosen Auftaktsieg bei der 64. Vierschanzentournee hat der Skisprung-Weltmeister für einen Paukenschlag gesorgt und ist dem ersehnten ersten deutschen Tourneesieg seit 14 Jahren ein Stück näher gekommen.

„Ich freue mich wahnsinnig, das ist etwas Wunderschönes. Aber es ist erst ein kleiner Teil der Tournee vorbei“, sagte Freund, der auf starke 126,0 und 137,5 Meter segelte und als erster Deutscher seit Sven Hannawald im Dezember 2002 am Schattenberg siegte. „Wir hatten das Momentum auf unserer Seite. Es war wichtig, dass Severin mit diesem Gefühl von dieser Schanze geht“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Mit 307,2 Punkten siegte Freund, der nach dem ersten Durchgang nur auf dem fünften Rang gelegen hatte, knapp vor dem Österreicher Michael Hayböck (304,2). Der zur Halbzeit noch führende Tournee-Favorit Peter Prevc aus Slowenien musste sich mit 299,9 Zählern und Rang drei begnügen. „Ich habe damit nicht mehr gerechnet. Ich habe einen guten Teil der Verrücktheit des Wettkampfs zu verdanken“, sagte Freund, der am Schluss von vielen Windpunkten profitierte.

Der 27-Jährige sollte sich indes nicht in Sicherheit wiegen, zu oft stürzten die Oberstdorf-Sieger noch ab. Bestes Beispiel: Von 1996 bis 2002 gab es in Oberstdorf bei sieben Auflagen sechs deutsche Siege durch Martin Schmitt (3), Sven Hannawald (2) und Dieter Thoma. Die Tournee gewann allerdings nur Hannawald bei seinem „Grand Slam“ 2001/2002.

Zweitbester deutscher Springer vor den begeisterten Fans war Richard Freitag (Aue) als guter Neunter. Der hoch gehandelte Andreas Wellinger (Ruhpolding) kam nach einem schwachen ersten Sprung nicht über den 15. Rang hinaus. Einen schwarzen Tag erlebte zudem der formschwache Superstar Gregor Schlierenzauer (Österreich), der als 31. einmal mehr enttäuschte. Auch Domen Prevc, erst 16 Jahre alter Bruder von Peter Prevc, blieb mit Rang 27 hinter den Erwartungen zurück.

Auf die Adler des Deutschen Ski-Verbandes wartet nun die von Freund so ungeliebte Schanze in Garmisch-Partenkirchen, wo am Donnerstag die Qualifikation für das Neujahrsspringen ansteht. Auf der Olympia-Anlage ist der Niederbayer nie über Rang sieben hinausgekommen, vor zwei Jahren verpasste er gar den zweiten Durchgang. „Garmisch ist eine ganz spezielle Schanze“, sagte Freund: „Aber ich glaube, dass ich gut vorbereitet bin.“

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