Frankfurt Eintracht Frankfurt will die Rolle des Favoritenschrecks auch im Halbfinal-Kracher der Europa League gegen den FC Chelsea weiter mit Erfolg spielen. „Chelsea ist Favorit. Wir wollen gegen den Über-Gegner aber wieder unsere Qualität zeigen“, kündigte Cheftrainer Adi Hütter vor dem Hinspiel an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL) an.

„Wir können nur gewinnen. Druck haben wir sicher nicht“, sagte Hüter. Dafür hatten seine Profis in den vergangenen drei sieglosen Bundesliga-Partien müde Beine und kaum noch spielerische Inspiration. Die Frage ist nach 45 Pflichtspielen daher, ob die Frankfurter in dem Kräftemessen mit dem Champions-League-Gewinner von 2012 und Sieger der Europa League 2013 mit Ausnahmekönnern wie Eden Hazard, David Luiz, N’golo Kanté und Olivier Giroud noch einmal die notwendige Energie freisetzen können. Der Name des Gegners dient dabei als Motivation. „Wir haben schon drei Runden gegen Champions-League-Clubs überstanden“, sagte Mittelfeldakteur Sebastian Rode: „Chelsea ist jetzt noch mal eine Nummer größer, aber wir müssen uns nicht verstecken.“ Zuletzt hatte die Eintracht in den K.o.-Spielen Schachtjor Donezk, Inter Mailand und Benfica Lissabon ausgeschaltet.

Die Eintracht muss nicht nur am 9. Mai noch zum Rückspiel an die Stamford Bridge in London, sondern an diesem Donnerstag auch auf das Sturm-Duo Sebastien Haller (verletzt) und Ante Rebic (gesperrt) verzichten. Ein Kandidat für die Sturmreihe ist der Portugiese Gonçalo Paciência. Auch die Chefetage der Deutschen Fußball Liga (DFL) fiebert mit ihrem letzten internationalen Vertreter. „Eintracht Frankfurt hat die Europa League ernst genommen und spektakuläre Spiele gezeigt“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: „Jetzt gilt es, die Daumen für die letzte deutsche Mannschaft auf europäischer Ebene zu drücken.“

Das haben die Hessen auch nötig. Schließlich gehen sie als klarer Außenseiter in das Duell mit den Londonern. Beim Blick auf die Finanzen kann es eigentlich nur einen Sieger geben: Die Eintracht hat in der zurückliegenden Saison 128 Millionen Euro umgesetzt. Bei Chelsea, das ohne den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger (Meniskus-Operation) auskommen muss, waren es 505,7 Millionen. Der Tabellenvierte der Premiere League hat seit der Übernahme durch den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch vor 16 Jahren zwei Milliarden Euro in neue Spieler investiert.

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