OLDENBURG /FRANKFURT /O. Monatelange Aufenthalte in asiatischen Hochebenen sind bei Profiboxern beileibe keine Voraussetzung, um sich auf den nächsten Kampf einzustimmen. „Acht Wochen Vorbereitungszeit sind dennoch das Mindeste – darunter geht es kaum“, sagt Danilo Häußler. Der 33-Jährige fordert am Sonnabend, 25. Oktober (Beginn des Kampfabends 18.15 Uhr, ARD überträgt ab 22.10 Uhr), in der Oldenburger Weser-Ems-Halle den Dänen Mikkel Kessler heraus. Dieser hält den WM-Gürtel des Verbandes WBA im Super-Mittelgewicht (bis 76,2 Kilogramm).

„Wenn ich mich nicht auf einen speziellen Kampf vorbereite, bin ich im Grundlagen-Training“, erzählt Häußler. „Das bedeutet, dass ich zweimal zwei Stunden am Tag an der Ausdauer arbeite.“

So verbringt der Faustkämpfer gewöhnlich viel Zeit mit Läufen, außerdem ist er in seiner Heimat Frankfurt/Oder häufig im Kraftraum zu Gast. Häußler: „Wenn ein Kampf näher rückt, ändert sich natürlich das Training. Die Einheiten werden etwas kürzer, dafür wird mehr an der Schnelligkeit gearbeitet.“ Zu den praktischen Übungen kommen schließlich Videoschulungen über den nächsten Gegner sowie intensive Gespräche mit Trainer Manfred Wolke über die geplante Taktik. Derzeit weilt Häußler noch in Frankfurt/Oder, am kommenden Montag wird er nach Oldenburg reisen.

Wie schnell ein Boxer nach einem Duell wieder kampfbereit ist, hänge vor allem von der Dauer und der Intensität der Auseinandersetzung ab. „Es ist natürlich ein Unterschied, ob man vier oder zehn Runden lang im Ring stand“, sagt Häußler. „Grundsätzlich ist es aber kaum möglich, mehr als vier Kämpfe im Jahr zu bestreiten.“ Nach einem Duell mache Häußler „auch gerne mal ein paar Tage gar nichts“. Mit lockeren Läufen beginne danach wieder das Grundlagen-Training.

Rekordverdächtig erscheint dagegen die kurze Vorbereitungszeit von Marco Huck, der in Oldenburg im Cruisergewicht (bis 90,7 kg) gegen den Italiener Fabio Tuiach antritt. Nachdem der Bielefelder am 20. September gegen den Franzosen Jean Marc Monrose den EM-Titel gewonnen hatte, beträgt die Zeitspanne bis zum nächsten Auftritt nur fünf Wochen.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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