Düsseldorf Joachim Löw und die Bundesliga-Trainer erwarten einen spannenden Titelkampf wie lange nicht mehr, Fans und Spieler fiebern dem zweiten Teil der Bundesliga-Saison entgegen. Mit dem Auftaktspiel an diesem Freitag (20.30 Uhr/ZDF) zwischen Schalke 04 und dem Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach startet die Jagd auf Spitzenreiter RB Leipzig. Die Sachsen sind längst mehr als ein gewagter Außenseitertipp. „Sie haben gute Lösungen mit Ball, deswegen sind sie für mich ein ernster Meisterschaftskandidat geworden“, sagte Löw.

Anders als in den vergangenen sieben Spielzeiten, als Bayern München beim Marsch zum Titel nur wenig Widerstand der Konkurrenz zu fürchten hatte, ist die 30. Meisterschaft vor dem Rückrundenstart keine ausgemachte Sache. In einer Umfrage sahen die 18 Club-Trainer die Leipziger mindestens auf Augenhöhe. Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff lobt das RB-Konzept und den Trainer. „Leipzig hat eine ganz tolle Entwicklung in den letzten Jahren mit Kontinuität und in Julian Nagelsmann einen Trainer, der auch sehr ehrgeizig ist und die Mannschaft führen kann.“

Borussia Dortmunds Präsident warnt davor, Leipzig vorzeitig zum Sieger zu küren. „Ich finde das toll, wenn die Leute das schon wissen. Dann brauchen wir gar nicht mehr zu spielen. Leipzig hat in einem spannenden Wettbewerb ohne Frage eine tolle Hinrunde gespielt und ist sicher einer der Favoriten auf den Titel“, sagte Reinhard Rauball, brach aber eine Lanze für den FC Bayern. „Wer glaubt, die Bayern abschreiben zu können, wird eines Tages eines Besseren belehrt werden. Die Bayern werden im Endspurt um die deutsche Meisterschaft mit vorne dabei sein. Ob ganz vorne, das ist eine andere Frage“, meinte der 73-Jährige.

Rauball hofft natürlich, dass der BVB am Ende das Rennen macht, für forsche Kampfansagen war und ist er nicht der Typ. Immerhin ist sein Club dafür verantwortlich, dass die Liga sich auf eine Attraktion freuen darf. Selten zuvor wurde ein Zugang mit so vielen Vorschusslorbeeren bedacht wie Erling Braut Haaland. Der 19-jährige norwegische Stürmer soll das Offensivspiel der Borussia deutlich beleben und die Abschlussquote verbessern.

Neben dem mit 20 Millionen Euro bislang teuersten Winter-Transfer wechselten in dem argentinischen Mittelfeldspieler Exequiel Palacios (Bayer Leverkusen/für 17 Millionen Euro von River Plate), der nach einer Roten Karte in der Heimat für die ersten drei Spiele gesperrt ist, und in Israels Nationalstürmer Munas Dabbur, der für 12 Millionen Euro in Hoffenheim anheuerte, zwei weitere spannende Akteure ins deutsche Oberhaus.

Für die Münchner könnte sprechen, dass all die Weltklasse-Profis bedingungslos hinter Trainer Hansi Flick zu stehen scheinen. Und der 54-Jährige in seinem neuen Job aufgeht. Kapitän Manuel Neuer verknüpft seine Zukunft sogar mit der Besetzung des Trainerpostens. Er traut Flick zu, eine prägende Figur einer neuen Bayern-Ära zu werden.

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