Dortmund /Lissabon Die deutschen Teams haben sich beim Auftakt der Fußball Champions League am Dienstagabend gut geschlagen. Borussia Dortmund erreichte ein Unentschieden gegen den großen FC Barcelona, RB Leipzig siegte dank Timo Werner bei Benfica Lissabon mit 2:1.

Borussia Dortmund – FC Barcelona: 0:0

Bei allem Stolz über die starke Leistung überwog der Frust. Nach dem 0:0 im ersten Gruppenspiel der Champions League gegen den FC Barcelona trauerten die Dortmunder den vielen vergebenen Chancen nach. „Die Enttäuschung ist da. Das tut im Moment weh und wird auch noch heute Nacht weh tun“, bekannte Marco Reus.

Der Nationalstürmer des Fußball-Bundesligisten avancierte gegen das katalanische Starensemble um den spät eingewechselten Lionel Messi zum großen Pechvogel. Sowohl bei seinem verschossenen Elfmeter (57. Minute) als auch bei anderen Chancen scheiterte Reus an Barca-Keeper Marc-André ter Stegen und brachte sein Team um den verdienten Lohn. „Ich weiß nicht, ob man besser hätte spielen können als wir in der 2. Halbzeit. Nur das Tor hat gefehlt“, klagte der BVB-Kapitän.

Nach ausgeglichener erster Halbzeit übernahm die Borussia die Regie und brachte die hochdekorierten Gäste gehörig ins Wanken. „Die zweite Halbzeit war so, wie wir uns das alle vorgestellt haben. Heute haben wir gezeigt, wie stark wir sein können“, lobte der überragende Dortmunder Abwehrchef Mats Hummels. Doch auch bei einem Lattenschuss des kurz vorher eingewechselten Neuzugangs Julian Brandt in der 77. Minute fehlte das Glück. „Ich gehe auf jeden Fall mit dem Gefühl nach Hause, zwei Punkte liegen gelassen zu haben. Wir haben es verpasst, uns in der schweren Gruppe einen Puffer zu verschaffen“, sagte Hummels.

Die Gäste konnten sich vor allem bei ter Stegen bedanken, dass ihnen eine Auftaktniederlage in der schweren Gruppe F mit den weiteren Gegnern Inter Mailand und Slavia Prag erspart blieb. „Ich glaube, dass es in Ordnung geht, so wie es gelaufen ist. Ich versuche, auf meinem besten Stand zu sein und wenn es gelingt, der Mannschaft zu helfen, dann umso besser“ sagte der DFB-Nationalkeeper dem Sender Sky.

Anders als am Tag zuvor verzichtete der ehemalige Gladbacher jedoch auf weitere Erklärungen über seine für ihn unbefriedigende Stellung in der Nationalmannschaft, in der er sich weiter mit einem Platz hinter Stammkeeper Manuel Neuer begnügen muss. Stattdessen ließ er Taten sprechen. „Natürlich war mein Elfmeter schlecht geschossen“, gestand Reus, „aber er ist nicht umsonst einer der besten Torhüter der Welt.“

Benfica Lissabon – RB Leipzig: 1:2

Sieben Tore in sieben Spielen: Fußball-Nationalspieler Timo Werner reift bei RB Leipzig immer mehr zum eiskalten Knipser und stellt seine Klasse selbst auf höchster europäischer Ebene unter Beweis. Durch seinen Doppelpack war der Stürmer beim 2:1 bei Benfica Lissabon der gefeierte Matchwinner. „Es war nicht alles immer super, aber im Großen und Ganzen war das ein gutes Spiel. Wir haben verdient gewonnen“, sagte Werner in den Katakomben des Estadio da Luz.

In sieben Pflichtspielen unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann hat Werner nun bereits siebenmal getroffen. Eine Quote, die selbst den Coach beeindruckt. „Am Ende des Tages ist es wichtig, Unterschiedsspieler zu haben, die die Tore machen. Er darf ruhig so weitermachen“, sagte Nagelsmann.

Werner schraubt zudem seine persönliche Champions-League-Bilanz auf fünf Tore in sieben Spielen. Der Blick ging nach dem Sieg schon auf die kommenden Heimspiele gegen Olympique Lyon (2. Oktober) und Zenit St. Petersburg (23. Oktober). „Daheim sind wir in der Lage, gegen jeden Gegner zu gewinnen“, meinte Werner. „Wenn wir die Spiele gewinnen, sind wir mit einem Bein im Achtelfinale. Das muss unser Ziel sein.“

Wie in der Bundesliga führt Leipzig auch die Gruppe G der Königsklasse an, da sich Lyon und St. Petersburg 1:1 getrennt hatten. Nagelsmann lehnte die Favoritenrolle nach dem vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugendem Auftritt in Lissabon trotzdem ab. „Wenn wir das nächste Spiel gewinnen, sieht es sehr gut aus. Wenn nicht, starten wir wieder bei Null„, betonte der 32-Jährige.

Am Ende des Abends in der portugiesischen Metropole war selbst die Sorge um Konrad Laimer verflogen. Der österreichische Nationalspieler musste in der ersten Halbzeit nach einem Schlag auf das Sprunggelenk ausgewechselt werden. Nach ersten Erkenntnissen hat sich Laimer nicht schwerer verletzt und könnte womöglich am Samstagabend bei Werder Bremen (18.30 Uhr/Sky) dabei sein.

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