DINKLAGE „Das war wirklich ein super Auftritt, eine tolle Reiterin, ein tolles Pferd. Ich freue mich über das gute Abschneiden von Kristina Sprehe und ,Desperados’.“ Eine gehörige Portion Stolz sprach am Dienstagnachmittag aus Dinklages Bürgermeister Heinrich Moormann (unabhängig). Im Internet hatte der Rathauschef kurz zuvor das Geschehen im Viereck von Greenwich „live“ mitverfolgt.

Gespanntes Warten

Für Moormann kommt durch Sprehes Erfolg eine ganz neue Aufgabe zu. In wenigen Tagen, wann genau stand gestern noch nicht fest, darf er die Olympionikin in der Stadt am Burgwald begrüßen. Wie das genau geschehen soll, wird am Donnerstagabend bei einem „Spitzengespräch“ entschieden. Dann stehen auch die Einzelergebnisse fest. Sicher ist für ihn allerdings, dass Dinklage Kristina Sprehe und „Desperados“ einen „angemessenen Empfang“ bereiten wird. Erste Überlegungen dazu sind bereits angelaufen. „Allerdings kennen wir die Pläne der Familie Sprehe, die wir natürlich berücksichtigen müssen, bislang nicht“, so Moormann weiter.

Hervorragendes Ergebnis

Mit im Boot ist dann auch auch Ralf Mähs, Vorsitzender von Sprehes „Heimatverein“ Ponyclub Dinklage. Er ist stolz darauf, die Amazone als Aushängeschild des 250 Mitglieder starken Vereins zu haben. Groß geworden ist im Ponyclub Dinklage übrigens auch ein Doppel-Olympiasieger. der Springreiter Ulrich Kirchhoff. Er gewann 1996 mit seinem Wallach „Jus de Pomme“ Gold mit dem Team und in der Einzelwertung. Inzwischen lebt Kirchhoff als Trainer in Italien.

Zwar konnte Mähs den Sprehe-Ritt nicht selbst mitverfolgen. Das bedauerte er sehr. Aber auf der Ergebnis-Homepage der Spiele hat sich der Vereinschef – wie bereits beim ersten Olympia-Auftritt von Kristina Sprehe und „Desperados“ – beinahe zeitgleich über das Abschneiden des „Traumpaars“ informiert: „Nach dem Ergebnis vom Donnerstag vergangener Woche hatte ich mir eigentlich etwas mehr für Kristina erwartet. Trotzdem. Das ist ein hervorragendes Ergebnis der Reiterin und natürlich auch ihres Pferdes.“

Championatsluft schnuppert die 25-jährige Studentin der Betriebswirtschaft an der Universität Oldenburg bereits seit ihrer Ponyzeit. Dazu gehörten etwa ihr erster Start bei einer Deutschen Meisterschaft als Zwölfjährige oder die erste Teilnahme an den Pony-Europameisterschaften mit „Nathan“ 2002 in Hagen am Teutoburger Wald. Das hat sich fortgesetzt, und trifft auch für die Starts im Seniorenlager zu, wie etwa bei der letzten Olympiasichtung, kürzlich in Aachen.

Abseits vom Wettkampf

In Hagen am Teutoburger Wald ist Kristina Sprehe auch abseits von nationalen und internationalen Wettkämpfen täglich im Sattel ihrer Pferde anzutreffen. Beinahe in Rufweite der Anlage von „Horses & Dreams“-Erfinder Ullrich Kasselmann trainiert sie bei Jürgen Koschel, auf „Hof Beckerode“. Koschel hat in der Vergangenheit unter anderem als Nationalcoach mit den Equipen der Niederlande, der Schweiz oder Spaniens und Finnlands große Erfolge erzielt. Selbst war er als Dressur- sowie als Springreiter in der schwersten Klasse siegreich.

Und dann ist da ja auch noch das familieneigene Gestüt in Benstrup bei Löningen. Auf der von Kristinas Vater Paul Sprehe als Geschäftsführer geleiteten Anlage hält sie sich regelmäßig auf. Dort testet die sympathische, für ihre Natürlichkeit bekannte und stets gut gelaunte Reiterin die talentierten Nachwuchspferde.

Vielleicht ist ja irgendwann ein zweiter „Desperados“ dabei. Aber der hat mit seinen gerade einmal elf Jahren wie seine Reiterin sicher noch eine große Zukunft.

 @ http://www.NWZonline.de/olympische-spiele

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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