Leipzig Die deutschen Säbelfechter haben bei den Weltmeisterschaften in Leipzig mit dem Aus im Achtelfinale beim 44:45 gegen Frankreich für eine große Enttäuschung gesorgt. Zum Auftakt der Mannschaftswettbewerbe konnte Europameister Max Hartung im neunten und letzten Teilgefecht einen 40:27-Vorsprung nicht verteidigen. Sein Gegner Vincent Anstett setzte beim 44:44 den entscheidenden Treffer. Medaillen-Mitfavorit Deutschland musste in die Runde um die Plätze neun bis 16.

Nach seiner deprimierenden Serie von 4:18 Treffern fiel Hartung auf den Hosenboden, im deutschen Lager herrschte Fassungslosigkeit. Der 27-Jährige musste von seinen Dormagener Teamkollegen Matyas Szabo, Benedikt Wagner und Richard Hübers hochgezogen und dann getröstet werden. Bundestrainer Vilmos Szabo hatte das Unheil offenbar kommen sehen: Schon während des Hartung-Gefechts brüllte er immer wieder Anweisungen auf die Planche - es half nichts.

„Ich hab“ sowas schon mal gesehen oder von sowas gehört. Das passiert natürlich, aber ganz, ganz selten. Es ist natürlich richtig bitter, dass es uns passiert ist“, sagte Wagner anschließend. Es sei selten, dass ein Fechter so den Faden verliere und ein anderer gleichzeitig so aufdrehe. Wagner: „Das ist nicht normal.“

Deutschland galt im Duell mit den Franzosen als leicht favorisiert. Denn in den vergangenen Jahren war das Team zumeist sehr erfolgreich. 2014 war Deutschland Weltmeister, ein Jahr später auch Europameister. Doch nach WM-Bronze 2015 in Moskau blieben Medaillengewinne aus. Bei der Team-WM 2016 in Rio de Janeiro wurde Deutschland Fünfter, bei der EM 2016 Siebter und bei der EM in diesem Jahr in Tiflis Vierter.

Schon im Einzelwettbewerb hatten die deutschen Säbelfechter mit Platz zehn für Europa-Champion Hartung und 13 für den Olympia-Achten Matyas Szabo in Leipzig nicht überzeugen können.

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