POKLJUKA Die deutschen Biathletinnen und Biathleten haben beim Weltcup im slowenischen Pokljuka die vorderen Plätze aus den Augen verloren: Bei den Frauen kam Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner nach vier Fehlschüssen als beste Deutsche auf Rang acht. Bei den Männern, die nach wie vor auf den ersten Podestplatz im WM-Winter warten, belegte Andreas Birnbacher als bester Athlet des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) Platz elf. Die Siege sicherten sich in den Einzelrennen der Österreicher Daniel Mesotitsch und die Norwegerin Tora Berger.

„Ich bin nur teilweise zufrieden. In der Loipe lief es wieder sehr gut, aber am Schießstand hätte es schon der eine oder andere Fehler weniger sein können“, sagte Neuner. Die 23-jährige Wallgauerin schob die 26 Fehlschüsse der sechs deutschen Starterinnen auf die hohe Erwartungshaltung. „Ich denke, auf keiner Mannschaft lastet so ein großer Druck wie auf der deutschen. Das geht einem dann schon durch den Kopf, wenn es am Schießstand wieder einmal nicht so gut gelaufen ist“, sagte sie.

Disziplin-Trainer Gerald Hönig wollte dies nicht als Grund für die schwache Leistung gelten lassen. „Ich denke, wir müssen mit den Mädels auch einmal über das Thema Konzentration am Schießstand reden“, sagte Hönig.

Hinter Neuner war Andrea Henkel als Zwölfte die zweitbeste Deutsche. „Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, war irgendwie schlapp“, sagte die 33-Jährige.

Zuvor hatten bereits die Männer enttäuscht. Bei wechselnden Winden fanden die deutschen Biathleten keinen Rhythmus, waren damit aber in bester Gesellschaft. Auch die in diesem Winter bislang überragenden Norweger schossen eine Fahrkarte nach der anderen.

Stattdessen feierte der Österreicher Mesotitsch seinen dritten Weltcup-Sieg. Der 34-Jährige hatte im Ziel nach 20 km 58,4 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Benjamin Weger. Den dritten Platz belegte der Ukrainer Sergej Sednew (1:21,2 Min. Rückstand).

Bei den Frauen sicherte sich die Norwegerin Tora Berger nach 15 km mit 1,8 Sekunden Vorsprung auf die finnische Gesamtweltcup-Führende Kaisa Mäkäräinen den Sieg. Rang drei ging an die Französin Marie Laure Brunet (35,3).

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