Das Landesturnier gleicht einem riesigen Kaufhaus. Prall gefüllte Schaufenster mit feinster Ware. Was da in den vielen bunten Pagodenzelten im Schlosspark zu Rastede alles angeboten wurde, ließ so manches Pferdesportler-Herz höher schlagen.

Ebenso hochwertige Ware lag in den Schaufenstern mit den vielfältigen Sport-Angeboten aus. Die Reiterei im Oldenburger Land präsentierte sich erneut in ihrer ganzen Bandbreite. Ladenhüter und Mogelpackungen Fehlanzeige.

Das 68. Landesturnier bestach weitgehend durch Höchstleistungen. Ein Besucherrekord, sichtlich zufriedene Züchter, Vielseitigkeitsprüfungen auf hohem Sicherheitsniveau, attraktive Finalauftritte der Oldenburger Meister und ein Großer Preis, der seinen Namen als gut dotierter Höhepunkt und stimmiger Schlussakkord der sechstägigen Leistungsschau verdient hatte.

Die im Vorjahr mächtig aufgeputzte Jugendabteilung des Ammerländer Kaufhauses konnte dagegen nicht alle Kundenwünsche erfüllen. Nicht immer saßen bei den Spring- und Dressur-Prüfungen der Landesmeisterschafts-Wettbewerbe die womöglich besten Talente auf – gleichwohl – gut trainierten Pferden. So mancher Ritt ging daneben.

Da dürfte die Region sicher mehr im Angebot haben. Hier muss der Verband eventuell seine Quotenregelung überdenken und das Schaufenster bis zum Landesturnier 2017 neu dekorieren. Die Nachfrage nach mehr Qualität ist da – und das sollte auch der Anspruch in Rastede sein.


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