Frankfurt/Main (dpa) - Im deutschen Profi-Fußball regiert nach der Verlängerung der Corona-Zwangspause bis mindestens Ende April derzeit das Prinzip Hoffnung.

Um den Millionen-Schaden für die Branche so gering wie möglich zu halten, liebäugelt die Deutsche Fußball Liga nach Informationen der "Bild"-Zeitung für Mitte Mai mit einer Wiederaufnahme des ausgesetzten Spielbetriebes in der 1. und 2. Bundesliga.

"Alle Clubs wollen die Saison zu Ende spielen und wir bleiben optimistisch. Es wird die Zeit kommen, in der die Menschen sich auch wieder nach der Bundesliga sehnen und wir helfen können von den Alltagssorgen abzulenken", sagte Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic dem Blatt.

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Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte das neunköpfige DFL-Präsidium mit Geschäftsführer Christian Seifert an der Spitze am Dienstag eine Pause bis mindestens zum 30. April empfohlen. Nicht nur Bobic nannte dies sinnvoll, weshalb die Zustimmung der 36 Profivereine zu diesem Schritt auf der Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag als sicher gilt.

Wir haben uns eine Atempause gegeben, in der wir nicht ständig nach aktueller Nachrichtenlage reagieren müssen", sagte Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln. Und RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff erklärte: "Die Empfehlung des DFL-Präsidiums ist folgerichtig und wird von uns vollumfänglich mitgetragen.

Ursprünglich war für den 16. Mai der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Durch die Verschiebung der im Sommer geplanten Europameisterschaft auf 2021 hat die DFL nun die Option, die seit Mitte März ausgesetzte Saison bis zum 30. Juni mit Geisterspielen zum Abschluss zu bringen.

Aktuell stehen sowohl im Ober- als auch im Unterhaus noch neun Spieltage auf dem Plan. "Wir alle hoffen natürlich inständig, dass wir die Saison 2019/20 zu Ende spielen. Zwar ohne Zuschauer, aber wir hätten die TV- und Sponsoringeinnahmen", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder in einem SWR-Podcast.

Ob es Mitte Mai wirklich weitergehen kann, ist jedoch offen. "Wir müssen die nächsten zwei, drei Wochen abwarten, wie sich die Lage entwickelt", sagte RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche.

Der Tabellendritte reagierte auf die verlängerte Spielpause und stellte seine Profis für eine weitere Woche vom gemeinsamen Trainingsbetrieb frei. Von den 18 Bundesligisten befinden sich derzeit nur der VfL Wolfsburg und der FC Augsburg im Mannschaftstraining - allerdings unter angepassten Bedingungen.

Sollte es zu der von allen Vereinen ersehnten Fortsetzung der Saison kommen, droht vor allem den international noch vertretenen Vereinen eine Terminhatz. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung plant die UEFA allerdings, die Champions League in abgespeckter Version im Juli zu beenden - ohne Rückspiele bei Viertel- und Halbfinale. Das würde die nationalen Ligen entlasten.

"Die UEFA und auch wir haben das Ziel, die Champions League zu Ende zu spielen. Von der UEFA haben wir bisher aber noch keine Info", sagte Krösche. RB Leipzig steht nach zwei Siegen gegen Tottenham Hotspur bereits im Viertelfinale. Rekordmeister Bayern München dürfte den Sachsen im Falle der Fortsetzung des Wettbewerbes nach einem 3:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Chelsea in die nächste Runde folgen.

Im Achtelfinale der Europa League sind noch Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt dabei. Die UEFA hatte die beiden Europapokal-Wettbewerbe Mitte März ausgesetzt und die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele unlängst auf unbestimmte Zeit verschoben.

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