Berlin (dpa) - Nach dem 3:2 des FC Bayern München gegen den SC Paderborn hat der Rekordchampion ein Vierpunkte-Polster auf RB Leipzig und sogar sieben Zähler Vorsprung auf Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach.

Das Verfolger-Trio will am Samstag die Lücke zum Tabellenführer wieder verkleinern. Der 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat auch eine gesellschaftspolitische Komponente.

ZEICHEN GEGEN RASSISMUS: Der Fußball setzt ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Mit Schweigeminute und Trauerflor bekunden alle Bundesliga-Clubs am Wochenende ihre Trauer um die Opfer des mutmaßlich rechtsradikal motivierten Anschlags von Hanau. Nationalspieler Marco Reus hatte sein Entsetzen mit klaren Worten geäußert. "Kein Tor, kein Sieg, kein Titel im Fußball bedeutet mir so viel wie eine offene und friedliche Gesellschaft", sagte der Kapitän von Borussia Dortmund dem Nachrichtenportal "t-online.de".

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VERFOLGER I: RB Leipzig will mit dem Schwung vom 1:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Tottenham Hotspur den ersten Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga in diesem Jahr schaffen. "Schalke ist generell eine Mannschaft, die mit einer sehr hohen Intensität spielt. Sie verteidigen hoch, sind stabil in den Zweikämpfen und sehr sprintstark", sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann vor dem Partie in Gelsenkirchen am Samstag (18.30 Uhr/Sky). Immerhin kassierten die Leipziger zuletzt dreimal kein Gegentor.

VERFOLGER II: Borussia Dortmund hat sich beim 2:1 gegen Paris Saint-Germain auch neues Selbstvertrauen geholt. Sportdirektor Michael Zorc schärfte nach den schwankenden Leistungen in dieser Saison aber gleich nach dem Glücksmoment gegen die Franzosen die Sinne: "Bremen ist wichtiger als das Spiel heute." Gegen Werder hat der BVB nach dem Pokal-Aus Anfang des Monats zudem noch eine Rechnung offen. Besonders im Fokus stehen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) natürlich wieder Wunderstürmer Erling Haaland und der als kämpfender Stabilisator geholte Emre Can.

VERFOLGER III: Nach dem Europa-League-Aus im Dezember hatte Borussia Mönchengladbach als einziges Team des Verfolger-Trios unter der Woche spielfrei. Bei einem absolvierten Spiel weniger fühlen sich die Gladbacher in der unveränderten Rolle als gerne unterschätzter Titelkandidat weiter pudelwohl. Stürmer Alassane Pléa kehrt nach Gelb-Sperre gegen die TSG 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) zurück. Vorsicht: Zuletzt gab es gegen den Kontrahenten aus dem Kraichgau drei Remis in Serie.

ABSTAND: Fern ab aller Titelträume geht es für Hertha BSC im ersten Heimspiel nach dem Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Chefcoach Alexander Nouri wird kaum wie sein einstiger Chef von der Bank aus das Handy zum Filmen der Fankurve zücken. Gegen den 1. FC Köln - einen Berliner Lieblingsgegner - kann die Hertha am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den Abstand auf die heiße Abstiegszone möglicherweise auf zwölf Punkte ausbauen, den direkten Verfolger auf Abstand halten und auch den Lokalrivalen Union überholen, der erst am Montag (20.30 Uhr/DAZN) bei Eintracht Frankfurt spielt.

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