RUHPOLDING Arnd Peiffer streckte die Siegerfaust in den Himmel, Michael Greis freute sich und Bundestrainer Uwe Müssiggang fielen ganze Felsbrocken vom Herzen: Die deutschen Biathleten haben ihre Flaute bei der Heim-WM in Ruhpolding beendet. Mit der Bronzemedaille im Staffelrennen verwandelten sie die Chiemgau-Arena mit ihren 28 000 Zuschauern am Freitag in ein Tollhaus. „Wir sind einfach überglücklich mit der Medaille“, jubelte Andreas Birnbacher stellvertretend für das DSV-Quartett.

Gold ging an Titelverteidiger Norwegen mit Ole Einar Björndalen, der seinen 18. WM-Titel gewann. Zweiter wurde Frankreich. „Bei diesen Topathleten muss man sich mit Bronze nicht verstecken. Dazu kommt der große Druck bei der Heim-WM“, sagte Müssiggang.

„Es ist etwas ganz Besonderes, die Medaille hier zu Hause zu gewinnen“, freute sich Greis. Und auch Peiffer war erleichtert. „Ich bin ganz schön froh, dass es geklappt hat. Bronze ist super.“

Angeführt von Startläufer Simon Schempp kam das DSV-Quartett mit Birnbacher, Greis und Peiffer 53 Sekunden hinter Norwegen ins Ziel. Nach Gold und Silber für Magdalena Neuner sowie Bronze mit der Mixed­staffel war es das vierte Edelmetall für den Deutschen Skiverband bei der Heim-WM.

Weitere sollen in der Frauen-Staffel an diesem Sonnabend (15.15 Uhr/ARD) sowie in den abschließenden Massenstartrennen am Sonntag (13.15 Uhr Männer und 16 Uhr Frauen/jeweils ARD) folgen. „Wir waren in dieser Saison mit der Staffel noch nicht auf dem Podest, da wollen wir unbedingt hoch und über uns hinauswachsen“, sagte Neuner und plauderte gut gelaunt aus dem Nähkästchen.

„Wir haben mit den Mädels zusammen auf dem Zimmer gesessen. Da hat man schon die Nervosität gemerkt vor der Staffel. Deshalb haben wir einen kleinen Eierlikör zusammen getrunken“, erzählte Neuner. Zur Überraschung wird die 25-Jährige schon an zweiter Stelle nach Tina Bachmann laufen. Es folgen Miriam Gössner und Schlussläuferin Andrea Henkel.

Den geplanten Wechsel von Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle zu den Biathleten sieht Neuner derweil eher skeptisch. „Ich denke, dass sie einen guten Platz einnehmen kann. Aber das ist schon etwas schwierig. Ich schieße jetzt seit 16 Jahren und habe immer noch so meine Problemchen“, sagte Neuner, die ihre Karriere nach dieser Saison beendet, ihr Abschiedsrennen aber erst am 29. Dezember auf Schalke bestreiten will.

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