BERLIN Die Stars schwächelten und meckerten, alte Bekannte tauchten aus der Versenkung auf und ein Oldenburger qualifizierte sich für die WM in Shanghai (16. bis 31. Juli): Bei den deutschen Meisterschaften in Berlin mussten die beiden Ausnahmeschwimmer Britta Steffen und Paul Biedermann trotz ihrer Doppelsiege einige Rückschläge auf dem Weg zur WM verkraften.

Insgesamt erfüllten auf den Einzelstrecken elf Schwimmer die harten internen WM-Kriterien. Unter anderem qualifizierte sich der gebürtige Oldenburger Jan-David Schepers über 200 m Lagen (1:59,03). Der 21-Jährige, der lange für den PSV Oldenburg schwamm und jetzt für die SG Essen startet, rangiert nach seiner Qualifikation nun auf Platz sieben der Weltrangliste.

Die beiden Doppel-Weltmeister Britta Steffen (27) und Paul Biedermann (24) mussten lange um das direkte WM-Ticket zittern. Erst am Schlusstag lösten die Berlinerin mit ihrem Sieg über 50 m Freistil (24,67) sowie ihr Freund aus Halle/Saale mit seinem Triumph über 200 m Freistil (1:45,72) die Einzel-Fahrkarten für den Saisonhöhepunkt.

Zuvor waren Steffen über 100 m und Biedermann über 400 m Freistil überraschend an der Normzeit gescheitert. „Ich habe mich ein bisschen überschätzt und gedacht, ich könnte gleich mit der Weltspitze mithalten“, sagte Steffen. Biedermann sprach nach der erlösenden WM-Qualifikation stellvertretend für die Elite: „Die Erleichterung ist groß.“

Für eine Überraschung sorgte der Frankfurter Marco di Carli: Der 26-jährige gebürtige Emsländer schwamm die 100-m-Freistil in 48,24 Sekunden und erzielte damit den deutschen Rekord und Platz eins der Weltrangliste. „Ich war vier Jahre komplett weg, habe das Leben genossen und mein Talent vergeudet“, sagte der aus Sögel stammende di Carli, der bei der WM als Medaillenkandidat startet: „Dass ich nun so einen Erfolg habe, muss ich erstmal realisieren.“

Auch Helge Meeuw feierte eine starke Rückkehr. Nach über einem Jahr Auszeit siegte der WM-Zweite über 50 m sowie 100 m Rücken und erfüllte die 100-m-Normzeit.

Zu überzeugen wussten bei der DM auch andere Schwimmer aus der „zweiten Reihe“. Der Berliner Benjamin Starke sicherte sich über 100 m Schmetterling den Titel sowie das WM-Ticket und löste in 51,63 Sekunden Rekord-Olympiasieger Michael Phelps (51,75) von Platz eins der Weltrangliste ab.

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