Bremen Die TSG Hoffenheim ist wahrlich nicht der Lieblingsgegner von Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga. Lediglich eines der vergangenen zehn Duelle hatte Werder gewonnen, bevor die Teams am Sonntagabend zum Abschluss des 22. Spieltags aufeinandertrafen. Und obwohl die Gastgeber personell deutlich geschwächt waren, ging der Negativlauf aufgrund einer ganz schwachen Bremer Leistung weiter. Mit 0:4 (0:2) verlor das Team von Trainer Florian Kohfeldt. Ihlas Bebou (26. Minute), Christoph Baumgartner (44.), Munas Dabbur (49.) und Georginho Rutter (90.) sorgten dafür, dass Werder weiter in Richtung Abstiegsregion blicken muss.

Die Veränderungen

Weil Ludwig Augustinsson (Wadenprobleme) nicht rechtzeitig fit wurde, verteidigte Felix Agu auf Werders linker Abwehrseite. Zudem gab Kohfeldt dem Ex-Hoffenheimer Leonardo Bittencourt eine Chance von Beginn an, dafür saß Romano Schmidt auf der Bank. Ansonsten lief die gleiche Elf auf, die zuletzt 0:0 gegen den SC Freiburg gespielt hatte. TSG-Trainer Sebastian Hoeneß musste dagegen richtig puzzeln: Gleich 13 Spieler fehlten den Hoffenheimern, die am Donnerstag in Villarreal gegen Molde FK noch 3:3 in der Europa League gespielt hatten. Allein acht Profis aus der Defensive fielen aus.

Das Spiel

Beide Teams begannen verhalten. „Keine Bewegung“, schrie Kohfeldt nach 20 Minuten und einem Ballverlust im Spielaufbau in Richtung der zu statischen Offensivspieler Milot Rashica und Joshua Sargent. Große Chancen gab es nicht – bis Werders Abseitsfalle misslang. Nach einem langen Ball wollte Ömer Toprak seinen Gegenspieler Bebou ins Abseits stellen. Der Videobeweis zeigte aber, dass dies nicht der Fall war. Bebou blieb eiskalt und schob in die lange Ecke ein. Werder hatte zwar durchaus viel Ballbesitz, wusste mit diesem aber nichts anzufangen. Baumgartner hingegen ließ bei seinem 2:0 die komplette Werder-Defensive ganz leicht stehen. Bis zur Pause blieben die Gäste ohne Torchance – und vier Minuten nach dem Wechsel war die Partie schon entschieden. Nach einem unnötigen Fehlpass von Marco Friedl stand Werder erneut zu offen in der Defensive, Bebou legte quer und Dabbur traf aus der Drehung. Der offensive Wechsel (Schmid für Milos Veljkovic) war direkt verpufft. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Niclas Füllkrug feierte nach langer Verletzungspause ab der 56. Minute sein Comeback. Torchancen hatte Werder dennoch keine. Dem Offensivspiel fehlten Esprit und Ideen. Und die Defensive, die mit zuvor nur sechs Gegentoren in den Spielen des Jahres 2021 die beste der Bundesliga war, hatte Probleme, nicht noch weitere Gegentore zu schlucken.

Die Zukunftsfrage

Auch beim Bezahlsender Sky wollte Kohfeldt vor der Partie nicht konkret bestätigen, dass er kommende Saison Werder-Trainer sein wird – Borussia Mönchengladbach soll Interesse an ihm haben. „Bloß weil an einem anderen Standort ein Trainer entschieden hat, den Verein zu wechseln, ändert sich ja für mich nicht direkt was. Ich bin sehr gerne Werder-Trainer. Mehr gibt es für mich dazu nicht zu sagen.“

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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