Oberhof /Zagreb Auch ohne ihren besten Mann haben die deutschen Biathleten beim Heimspektakel in Oberhof ihre Klasse gezeigt. Simon Schempp, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Florian Graf feierten am Freitag im Staffelrennen über 4 x 7,5 Kilometer Rang drei und schafften damit erstmals in dieser Saison mit dem Team den Sprung aufs Podest. Den Sieg sicherte sich Russland vor Norwegen. Dabei hatten die Deutschen mit der krankheitsbedingten Absage von Andreas Birnbacher wie die Frauen tags zuvor ein Handicap zu verkraften. Ein noch besseres Ergebnis vergab das Quartett bei schwierigen Windbedingungen durch eine Strafrunde und insgesamt neun Nachlader.

Als Schlussläufer Graf auf die lange Zielgerade einbog, tobten die 19 500 Fans auf den proppevollen Tribünen. Graf genoss das Gefühl in vollen Zügen und ballte beim Zieleinlauf die Faust. „Wahnsinn, diese Fans“, sagte der 24-Jährige. Auch das typische Oberhof-Wetter mit unangenehmem Nieselregen, Nebel und Wind konnte die Begeisterung der Zuschauer nicht trüben. Männer-Coach Mark Kirchner war sehr zufrieden: „In Oberhof vor dieser Kulisse auf dem Podium zu stehen, das ist schwer in Ordnung.“

Ohne Birnbacher, dafür aber wohl mit Andrea Henkel, geht es am Wochenende mit Sprint und Verfolgung weiter. Die achtmalige Weltmeisterin Henkel will nach ihrem krankheitsbedingten Staffel-Verzicht genau wie die zuletzt so starke Miriam Gössner wieder angreifen.

Derweil hat Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch beim Weltcup-Slalom in Zagreb ihren dritten Podestplatz im WM-Winter klar verpasst. Die 28-jährige Partenkirchnerin musste sich nach einem völlig verkorksten zweiten Lauf mit dem sechsten Platz begnügen. Schlechter war die Doppel-Olympiasiegerin bei einem Spezial-Slalom zuletzt im März 2012 als Achte im kommenden WM-Ort Schladming/Österreich.

Die Siegprämie von 42 000 Euro – die höchste im Weltcup bei den Frauen – und den Titel der „Schneekönigin“ sicherte sich vor 20 000 fanatischen Fans das amerikanische Ausnahmetalent Mikaela Shiffrin. Die 17-Jährige distanzierte die zweitplatzierte Frida Hansdotter aus Schweden um 1,19 Sekunden. Dritte wurde Erin Mielzynski aus Kanada (+1,76). Höfl-Riesch (+3,17) blieben immerhin noch 3500 Euro verspätetes Weihnachtsgeld. Fanny Chmelar aus Partenkirchen belegte den 21. Rang.

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