Belgrad Die Reisegruppe aus München schlenderte in ihren schicken grauen Anzügen entspannt zum Gate. Auch ein Stau auf der Autobahn auf dem Weg zum Flughafen und ein leicht verzögerter Abflug wegen Nebels konnte die gute Laune der Stars nicht trüben. Seine Herbstkrise hat der FC Bayern längst hinter sich und die Pflicht in der Champions League bereits erfüllt – dennoch nahmen der deutsche Rekordmeister und Erfolgstrainer Hansi Flick einen klaren Auftrag mit auf den kurzen Flug nach Serbien.

„Wir haben jetzt eine einmalige Chance. Es ist noch keiner deutschen Mannschaft gelungen, alle sechs Gruppenspiele zu gewinnen. Das wäre doch auch ein schöner Rekord“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Gruppenspiel am Dienstag (21 Uhr) bei Roter Stern Belgrad.

Vier Siege haben die Münchner bisher in Gruppe B verbucht und das Minimalziel Achtelfinale erreicht. Jetzt soll in Belgrad und am 11. Dezember gegen Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur mit Trainer Jose Mourinho die Kür folgen. Zumal auch der Gruppensieg für die Bayern mit Blick auf die Auslosung der K.o.-Runde von immenser Bedeutung ist. Ansonsten drohen einige Kracher und wie in der letzten Saison das frühe Aus.

Doch unter Flick haben die Mia-san-mia-Bayern ihr Selbstverständnis wiedergefunden. „Wir fahren nach Belgrad, um zu gewinnen“, betonte Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem lockeren 3:0 im Hinspiel. „Hansi gibt uns sehr viel Vertrauen. Er ist menschlich große Klasse, ein super Typ. Der Hansi schafft es, dass jeder Einzelne das Beste aus sich rausholt“, lobte David Alaba, der in Belgrad fehlt (seine Freundin ist hochschwanger), den Coach.

Bis Winter ist die Zusammenarbeit erst einmal angelegt. Mehr gebe es dazu „nicht zu sagen“, meinte Salihamidzic auch am Montag: „Wir lassen uns nicht unter Druck setzen.“

Flick machte bereits deutlich, „dass es mir Spaß macht, mit der Mannschaft zu arbeiten“. Er könne sich „vieles vorstellen“, ergänzte er auf die unvermeidliche Frage nach einer Festanstellung über die Winterpause hinaus: „Aber bis dahin ist es ein ganz weiter Weg.“

Mit weiteren Erfolgen festigt Flick jedoch seine Position, den Rückhalt aus dem Team hat er ohnehin. Will die Mannschaft, dass Flick bleibt? „Korrekt“, antwortete Serge Gnabry. Das jüngste 4:0 in Düsseldorf sei „absolut“ ein Zeichen für den Trainer, ergänzte Thomas Müller, der unter Flick zu alter Stärke gefunden hat.

Im „Marakana“ von Belgrad, das wegen seiner heißblütigen Fans gefürchtet ist, dürfte Jerome Boateng in der Viererkette für Alaba eine Bewährungschance erhalten. Zudem könnten Leon Goretzka für Corentin Tolisso und Kingsley Coman für Philippe Coutinho in die Startelf zurückkehren.

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